Eishockey

Der EHC Freiburg wird vorgeführt – 0:6 in Bad Tölz

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 25. März 2018 um 21:17 Uhr

EHC Freiburg

Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg verliert in den Playdowns 0:6 in Bad Tölz. Nun kommt’s am Dienstag zum entscheidenden siebten Spiel.

Der EHC Freiburg vergab auf bittere Art und Weise den Matchball auf den vorzeitigen Klassenerhalt. Mit 0:6 gingen die Wölfe im sechsten Spiel der Playdown-Serie gegen die Tölzer Löwen unter. Am Dienstagabend (19.30 Uhr) muss die Entscheidung in der ersten Playdown-Runde nun im entscheidenden siebten Spiel in der Franz-Siegel-Halle fallen. Gewinnen die Freiburger, haben sie den Klassenerhalt sicher. Verlieren sie, kommt es zur zweiten Playdown-Serie (best of seven) gegen Bayreuth oder Weißwasser (Stand: 3:3). Der Verlierer dieser zweiten Serie steigt als einziger Verein in die Oberliga ab.

Alle Tore: Tölzer Löwen – EHC Freiburg 6:0



EHC heimst viele Strafen ein

Die Partie am Sonntag war praktisch das Gegenteil dessen, was die Wölfe in den zurückliegenden Spielen, als sie die Serie von 0:2 auf 3:2 drehten, gezeigt hatten. Viele Strafen, schwaches Zweikampfverhalten und eine ideenlose Offensive machten gegen souverän auftretende Bayern den Unterschied.
Optisch waren die Freiburger im ersten Abschnitt oftmals einen Schritt voraus, blieben aber im Spiel nach vorn zu unpräzise. Ganz anders der Auftritt der Gastgeber: Sie ließen die Wölfe kommen, schalteten schnell um und präsentierten sich effizient. Im Nachschuss gegen den am Boden liegenden EHC-Keeper Miroslav Hanuljak traf Joannes Sedlmayr zum 1:0 (11.). Beim nächsten Gegentor ließ Wölfe-Verteidiger Alexander Brückmann seinem Gegenspieler Josef Frank zu viel Platz. Dessen Schlagschuss glitt Hanuljak durch die Schoner.



Vom zweiten Abschnitt an entglitt den Wölfen das Spiel dann völlig. Kaum noch eigene Offensivaktionen brachten die EHC-Cracks zustande, während sich die Löwen zahlreiche Möglichkeiten erspielten. Marcel Rodman und Michael Endraß ließen beste Chancen liegen, Sedlmayr und Chris St. Jaques machten es besser: Erst verwertete Sedlmayr eine starke Vorarbeit von Philipp Schlager zum 3:0. 13 Sekunden später machte St. Jaques den Doppelpack perfekt (28.). EHC-Coach Leos Sulak reagierte und schickte Marco Wölfl für den glücklosen Hanuljak ins Tor. Dennoch wirkten die Hausherren wacher und präsenter, während die Wölfe den schnellen Tölzer Angriffen nur wenig entgegenzusetzen hatten. Noch vor der zweiten Pause erhöhte Manuel Edfelder in Überzahl auf 5:0. Die Führung war inzwischen auch in der Höhe nicht unverdient. Ein kurzzeitiges Aufbäumen des EHC brachte nichts ein.

Disziplinlos im letzten Drittel

Der Schlussabschnitt war schließlich geprägt von Strafzeiten gegen die Breisgauer, die jene Disziplin, die in den letzten drei Partien noch ausschlaggebend war, vermissen ließen. Fünfmal landete ein EHC-Spieler auf der Strafbank. Wegen Spielverzögerung, als er die Scheibe vor dem eigenen Tor mit der Hand fing, verschuldete Jakub Körner darüber hinaus einen Penalty, den Sedlmayr jedoch nicht im Tor unterbrachte. Für den Schlusspunkt zum 6:0 hatte zuvor Chris St. Jaques in doppelter Überzahl gesorgt.
Mit hängenden Köpfen mussten die zahlreich nach Oberbayern gereisten Freiburger Fans die Heimfahrt antreten - hatten sie doch auf die große Feier anlässlich des Klassenerhalts gehofft, sobald die Mannschaft in Freiburg ankommen würde.

Nun muss das entscheidende siebte Match am Dienstagabend, 19.30 Uhr, für die Entscheidung in der ersten Playdown-Runde sorgen. Für den Gewinner ist die Saison beendet und der Verbleib in der DEL 2 geschafft. Der Verlierer muss in der zweiten Playdown-Runde gegen den Verlierer der Serie zwischen Bayreuth und Weißwasser ran.
Bad Tölz - Freiburg 6:0 (2:0, 3:0, 1:0)
Tore: 1:0 Sedlmayr (11.), 2:0 Frank (15.), 3:0 Sedlmayr (28.), 4:0 St. Jaques (28.), 5:0 Edfelder (35.), 6:0 St. Jaques (45.)
Strafen: Bad Tölz 8, Freiburg 22
Zuschauer: 2573.