Die Begeisterung ist ungebrochen

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 24. November 2017

Schwenningen Wild Wings

Nach 0:2 gegen Wolfsburg wollen die Wild Wings heute gegen Köln eine neue Siegesserie starten.

EISHOCKEY. Bei den Wild Wings geht es weiter Schlag auf Schlag: Heute, Freitag, 19.30 Uhr, erwarten die Schwenninger die Kölner Haie. Am Sonntag, 16.30 Uhr, gastieren die Schwenninger Kufencracks in Ingolstadt. Nach vier Siegen in Folge mussten die Wild Wings am Mittwoch mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, die Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn", ist Verteidiger Benedikt Brückner überzeugt, dass der Ausrutscher in der Heliosarena keine negativen Folgen auf den Höhenflug der Schwäne haben wird.

Zumal die Schwenninger trotz der Niederlage ihren hervorragenden fünften Tabellenplatz in der DEL verteidigen konnten. "Wir müssen halt auch Tore machen, müssen mehr Torchancen kreieren", weiß Brückner, dass man ohne Treffer nun mal nicht gewinnen kann. "Wir müssen mehr schießen und die Pucks schneller auf das gegnerische Tor bringen", sagt Trainer Pat Cortina. Am Donnerstag stand Regeneration auf dem Programm. Das Eistraining war nur freiwillig. Brückner beispielsweise, aber auch erstmals Torhüter Dustin Strahlmeier, waren nicht auf dem Eis. "Strahli ist etwas müde. Es war aber klar, dass jetzt Marco Wölfl gegen Köln im Tor steht", so Trainer Cortina. "Nach drei Auswärtsspielen hat sich Marco nun einmal ein Heimspiel verdient."

Am Sonntag beim Gastspiel in Ingolstadt steht dann aber wieder die Schwenninger Nummer eins zwischen den Pfosten. Neben dem langzeitverletzten Marc El-Sayed fallen Mirko Sacher und Mirko Höfflin erneut aus. "Uli Maurer kann hingegen mit 90-prozentiger Sicherheit gegen Köln schon wieder spielen", sagt Cortina. Die Haie befinden sich auf Talfahrt. Nach der 2:6-Heimpleite gegen München wurde Trainer Cory Clouston entlassen. Für ihn übernahm Peter Draisaitl. Doch auch der ist kein Wunderheiler. Die Domstädter zeigten am Mittwoch beim Gastspiel in Iserlohn zwar eine gute Leistung, verspielten aber eine 3:0-Führung und unterlagen den Roosters am Ende mit 4:5 nach Penaltyschießen. Draisaitl muss dringend einen Weg finden, damit die Kölner Abwehr künftig nicht mehr so löchrig wie ein Schweizer Käse ist. Bereits 78 Gegentore und damit 20 mehr als Schwenningen, sind für diese Star-Truppe nicht akzeptabel. Mit lediglich 31 Punkten, also fünf Zählern weniger als der SERC sind die Haie, die das erste Spiel in Schwenningen am 15. Oktober dank zweier Treffer von Ex-NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff mit 2:1 gewannen, lediglich Tabellenneunter.

"Die Kölner werden mit viel Enthusiasmus nach Schwenningen fahren, wir müssen ihnen unsere Begeisterung entgegensetzen", sagt Trainer Cortina. Auch der Schwenninger Gegner vom Sonntag, der ERC Ingolstadt, hat seinen Trainer in dieser Saison schon geschasst. Tommy Samuelsson musste in der Deutschlandcup-Pause gehen. Doch wirklich besser wurde das Spiel der Bayern nicht, die mit erst 54 erzielten Treffern den schwächsten Angriff der Liga stellen.