Eishockey

EHC Freiburg muss gegen Nauheim bittere Pille schlucken

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 20. Januar 2018 um 10:09 Uhr

EHC Freiburg

Die Wölfe kassieren gegen den EC Bad Nauheim eine deutlich 0:4-Niederlage. Nun ist der rettende zehnten Tabellenplatz in weiter Ferne.

Das war nichts: Im wichtigen Spiel gegen den Tabellennachbarn EC Bad Nauheim unterliegt Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg deutlich mit 0:4. Eine bittere Pleite, die den rettenden zehnten Tabellenplatz in weite Ferne rücken lässt.

EHC Freiburg – EC Bad Nauheim: Alle Tore



Bei den Wölfen konnte Trainer Leos Sulak insgesamt vier Schwenninger Doppellizenzspieler aufs Eis schicken. Während Marco Wölfl den frisch vermählten Miroslav Hanuljak im Tor vertrat, bildeten Kai Herpich und Marcel Kurth, gemeinsam mit Austin Cihak, die vierte Sturmreihe. Enrico Saccomani und Julain Airich fielen krankheitsbedingt aus.

Auffällig agierte der Block um die jungen Schwenninger im EHC-Trikot allemal – jedoch ohne erfolgreich zu sein. Doch auch die übrigen EHC-Formationen taten sich am Freitagabend gerade in der Offensive schwer.

Dabei war es zu Beginn das Heimteam, das aufs Tempo drückte. Mancari und Herpich verbuchten die besten Möglichkeiten. Nach sechs Minuten bissen sich die Gäste erstmals vorne fest. Und prompt passierte es: James Livingston hatte beim Abpraller viel Platz und netzte ein (10.). Nun waren die Hessen im Spiel. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Doch ein Scheibenverlust in der neutralen Zone ließ das Pendel ein weiteres Mal in Richtung Bad Nauheim ausschlagen. So erhöhten die Gäste vier Sekunden vor Drittelende durch Cody Sylvester auf 2:0.

Im zweiten Durchgang waren die Breisgauer gezwungen zu reagieren, anstatt selbst das Spiel zu gestalten. Nach vorne wollte indes keiner Mannschaft viel gelingen. Nach zehn Minuten des Leerlaufs dann die Großchance für die Wölfe, als Wittfoth und Linsenmaier enteilten. Doch weder Schuss noch Nachschuss stellten Gästekeeper Felix Bick vor Probleme. Mit vier gegen vier Feldspielern verlor vielmehr Jakub Babka unnötigerweise die Scheibe, was die Gäste kaltschnäuzig mit dem nächsten Treffer quittierten (36.).

Spieldauerdiszi für Linsenmaier

Der Schlussabschnitt begann und die Wölfe mussten alles auf eine Karte setzen. Doch aus einer soliden Abwehr heraus setzten die Hessen gefährliche Nadelstiche. Als EHC-Goldhelm Linsenmaier nach einem Bandencheck gegen Eric Meland mit Fünf-Minuten plus einer Spieldauerstrafe unter die Dusche musste, war die Messe für die Breisgauer jedoch gelesen. Zudem setzte es noch mehrere weitere Strafen gegen den EHC. Zwar tat sich Wölfl mit diversen Großtaten noch hervor, doch per Empty-Net-Goal setzte Mike McNamee schließlich den Schlusspunkt.

Freiburg - Bad Nauheim 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Tore: 0:1 Livingston (10.), 0:2 Sylvester (20.), 0:3 Mannes (35.), 0:4 McNamee (59.). Strafminuten: Freiburg 33 (davon Spieldauer gegen Linsenmaier), Bad Nauheim 8. Zuschauer: 1888.