Eishockey

EHC Freiburg verliert gegen die Kassel Huskies mit 1:3

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 02. Dezember 2017 um 09:27 Uhr

EHC Freiburg

Wenn die Überzahl zum Nachteil wird: Der EHC Freiburg kassiert bei der 1:3-Niederlage gegen die Kassel Huskies zwei Gegentreffer mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Heimniederlage für den EHC Freiburg im Zweitliga-Eishockeymatch gegen die Kassel Huskies. Zwei Gegentore bei eigener Überzahl und ein Torwartfehler verhinderten einen Punktgewinn der Wölfe gegen den Meister der Saison 2015/16. 1:3 lautete der Endstand aus Freiburger Sicht.

Es war die erste Partie ohne Verteidiger Jannik Woidtke, der am Vortag von den Wölfen zum EC Bad Nauheim gewechselt war. Als überzähliger Kontingentspieler stand der gerade erst genesene Ben Walker nicht im Kader. Ein wenig Eiszeit bekam hingegen der erst 18-jährige Sofiene Bräuner.

Die Freiburger bereiteten den favorisierten Gästen anfangs Probleme. Dank ihres disziplinierten Spiels und guten Forecheckings ließen sie die Huskies kaum zur Entfaltung kommen und verzeichneten durch Niko Linsenmaier die erste dicke Möglichkeit des Spiels (5.). Das erste Tor fiel durch einen Fehler von EHC-Keeper Miroslav Hanuljak, der die Scheibe hinter dem Tor an der Bande entlangspielen wollte. Diese landete beim Kasseler Michael Christ, Stefan Della Rovere traf zum 1:0 (11.).

Kalte Dusche für die Wölfe

Die Hessen schienen beflügelt und erhöhten den Druck – bis Braden Pimm auf der Strafbank landete. In der Folge biss sich der EHC vorne fest. Radek Duda zögerte bei seinem Alleingang zu lange und vergab die Großchance (18.). Das zweite Drittel begann mit einer Kasseler Unterzahl- und einer kalten Dusche für die Wölfe. Nach Scheibenverlust in der neutralen Zone zog Pimm auf und davon und bediente Evan McGrath, der Hanuljak aussteigen ließ und auf 2:0 erhöhte. Dennoch entwickelte sich ein gutes Match mit Chancen auf beiden Seiten. Hanuljak machte seinen Fehler aus dem ersten Durchgang mit einem gelungenen Ausflug wieder gut. Kurz vor Drittelende dann der ersehnte Freiburger Treffer: Linsenmaier tankte sich durch die Kasseler Defensive und brachte die Scheibe aufs Tor. Chris Billich bugsierte den Puck über die Linie (38.).

Noch einmal keimte Hoffnung auf, die die Breisgauer mit ins Schlussdrittel nahmen. Mit viel Schwung kamen sie aus der Kabine, setzten die Gäste immens unter Druck, scheiterten aber stets am überragenden Markus Keller im Huskies-Tor. In Überzahl nahm der EHC das Gästetor unter Dauerbeschuss, jedoch ohne Erfolg. Stattdessen zeigten die Hessen ein weiteres Mal, dass man zum Toreschießen keine fünf Feldspieler benötigt. Kurz vor Ablauf der Strafe enteilte Toni Ritter und schloss humorlos ab – zum zweiten Unterzahltor der Kasseler im gleichen Spiel. Der Treffer bedeutete gleichzeitig den Endstand. Am Sonntag (16 Uhr) tritt die Freiburger Equipe in Frankfurt zum nächsten Spiel an.

Freiburg – Kassel 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)
Tore: 0:1 Della Rovere (11.), 0:2 McGrath (21.), 1:2 Billich (38.), 1:3 Ritter (49.). Strafen: Freiburg 6, Kassel 10. Zuschauer: 1632.