Ein vermeidbarer Ausrutscher

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 15. Januar 2018

Schwenningen Wild Wings

Wild Wings müssen sich vor 4610 Fans im Heimspiel gegen München mit 1:2 geschlagen geben / 3:2-Sieg am Sonntag in Straubing.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings mussten in einer temporeichen und engen DEL-Partie vor 4610 Zuschauern eine unglückliche 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)-Heimniederlage gegen den Deutschen Meister München hinnehmen. Am Sonntag mühten sich die Schwenninger zu einem mit letztr Kraft erkämpften 3:2-Sieg beim Tabellenletzten Straubing.

Bei den Wild Wings war Stürmer Istvan Bartalis, der zuletzt wegen Rückenbeschwerden gefehlt hatte, gegen München wieder an Bord. Für ihn musste Marcel Kurth draußen bleiben. Bei den Gästen bekam der deutsche Nationaltorwart Danny aus den Birken den Vorzu vor dem Amerikaner David Leggio, der von den USA für Olympia nominiert wurde. Die Schwenninger begannen überraschend aktiv. Nicht der Deutsche Meister, sondern die Schwäne machten das Spiel. Andrée Hult, Jussi Timonen und Istvan Bartalis brachten die Scheibe aber nicht an aus den Birken vorbei. Simon Danner kassierte dann eine sehr zweifelhafte Strafe wegen Haltens. Die Münchner kamen in Überzahl zu ihrer ersten Torchance und nützten diese konsequent.Jason Jaffray markierte seinen elfte Saisontreffer.

Doch die Wild Wings ließen sich nicht beirren. Anthony Rech mit einem sehenswerten Alleingang und Uli Maurer erarbeiten sich weitere gute Chancen. Kurz vor Ende des ersten Drittels dann auch eine Strafe gegen den Münchner Mads Christensen. Das Powerplay der Schwenninger war jedoch nicht präzise genug. Als die Gäste dann aber wieder komplett waren, markierte Damien Fleury mit einem herrlich platzieren, ansatzlosen Handgelenkschuss den Ausgleich. In der 23. Minute gingen die Münchner erneut in Führung. Jon Matsumoto traf aus kurzer Entfernung gegen seinen Ex-Klub.

Die Partie war im letzten Drittel dramatisch. Die Münchner Abwehr war beileibe nicht immer sattelfest. Allerdings wurden die Gäste nach vorne dann auch wieder aktiv, Strahlmeier hielt aber gegen Darryl Boyle stark. Hult zog zweieinhalb Minuten vor Schluss ab, aber aus den Birken hielt. Die Schwenninger nahmen am Ende den Torwart vom Eis, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.

Die Wild Wings schafften am Sonntag, obwohl fast auf dem Zahnfleisch daher kommend, einen eminent wichtigen 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)-Sieg beim Tabellenletzten Straubing Tigers. Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Michael Zalewski markierte bereits nach 48 Sekunden das 1:0. Die Schwenninger hatten Mühe, ins Spiel zu finden. Aus dem Nichts kamen die Schwäne zum Ausgleich. Es war ein fataler Fehlpass von Tigers-Topverteidiger Dylan Yeo, der unbedrängt den Puck auf Will Acton legte und der hatte keine Mühe, das Spielgerät zu versenken.

In der 22. Minute gingen die Wild Wings einigermaßen überraschend in Fürung. Straubing war hinten nicht gut sortiert, Hult konnte sein neuntes Saisontor bejubeln. Als die Schwenninger gerade wieder komplett waren, erzielte Kalle Kaijomaa mit einem Schuss von der blauen Linie das 3:1 für die Gäste. Die Gastgeber drängten im letzten Drittel auf den Anschlusstreffer. Schwenningens Torhüter Dustin Strahlmeier war jetzt in seinem Element und zeigte gegen Austin Madaisky eine tolle Fanghandparade. Dann musste Timonen erneut auf die Strafbank. Die Schwenninger waren nun sichtlich müde. Mirko Höfflin kassierte eine Zwei-Minutenstrafe wegen hohen Stocks. Michael Zalewski bedankte sich und traf drei Minuten vor Schluss zum 2:3. Nun wurde gezittert. Die Schwenninger waren jetzt absolut platt, retteten den knappen Sieg aber über die Zeit.