Eine Niederlage zum Abschluss des Hessen-Wochenendes

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mo, 15. Januar 2018

EHC Freiburg

Zwei Tage nach dem 5:1-Erfolg in Kassel kassiert Eishockey-Zweitligist ein 2:6 im Heimspiel gegen Meister Frankfurt.

FREIBURG. Kein Geschenk konnten die Eishockey-Zweitligisten vom EHC Freiburg ihren Fans anlässlich des ersten Heimspiels im neuen Jahr machen. Gegen den amtierenden Meister Löwen Frankfurt erlaubten sich die Wölfe zu viele Fehler und unterlagen mit 2:6.

Wenn der Meister einmal eine Schwächephase hat, dann muss man diese als Gegner auch nutzen. Vier Spiele hatten die Hessen in Folge verloren, bevor sie nach Freiburg reisten. Offensichtlich hatte der angeschlagene Titelträger allerdings den EHC als Aufbaugegner ausgesucht.

Zwei Spieler aus Schwenningen dabei

Die Breisgauer mussten auf Ben Walker und Julian Airich sowie Gabriel Federolf verzichten. Dafür stießen die beiden Schwenninger Förderlizenzspieler Lennart Palausch und erstmals auch Marcel Kurth zum Freiburger Kader.

In einem rasanten ersten Drittel waren es die Frankfurter, die die Fehler der Wölfe gnadenlos bestraften. So nutzten die Gäste zunächst einen Scheibenverlust von Alexander Brückmann im eigenen Drittel zur Führung. Clarke Breitkreuz hatte EHC-Goalie Miroslav Hanuljak von hinten angeschossen und überwunden (5.). Zwar spielten die Wölfe munter mit. Aber als die Hessen eine erste Druckphase herausspielten, legte Matthew Pistilli zum 2:0 für die Bankenstädter nach (10.).

Die Frankfurter machen früh alles klar

Der nächste Nackenschlag folgte aus Sicht der Wölfe sogleich: Nur Sekunden später, noch immer war die EHC-Defensive nicht wach, stellte Tyler Gron auf 3:0 (11.). Das Freiburger Lebenszeichen folgte auf dem Fuße, als Dennis Meyer und Kurth die Scheibe im Gästedrittel behaupten konnten – Lennart Palausch durfte Maß nehmen und verkürzte auf 1:3 aus Freiburger Sicht (12.). Am Ende ging der erste Durchgang nach 20 Minuten dennoch verdient an die Gäste.

Die Frankfurter waren die bessere Mannschaft und blieben dies auch im Mittelabschnitt. Früh stellte Nils Liesegang auf 4:1, als er einen Abpraller verwandelte. Die Hessen machten das Spiel, während den Breisgauern nur wenige gute Angriffe gelangen. Folgerichtig legte Löwen-Topscorer C.J. Stretch nach (33.). Die Partie schien gelaufen, die Hypothek zu groß, als dass noch einmal Hoffnung aufkeimen konnte. Stark bedient von Jannik Herm beendete EHC-Stürmer Enrico Saccomani seine Torflaute (36.) – es stand nun nur noch 2:5. Mit einem Drei-Tore-Rückstand ging es für Freiburg in die Pause.

Umbiegen konnten die Gastgeber das Spiel dennoch nicht, wenngleich sie noch einmal alles versuchten und sich in Überzahl einige gute Möglichkeiten erspielten. Den Deckel drauf machte schließlich der Frankfurter Matthew Pistilli, der Hanuljak tunnelte und auf 6:2 stellte (50.). Wenig später schied EHC-Goldhelm Niko Linsenmaier verletzt aus dem Spiel. Eine Diagnose steht noch aus.

Das neue Heimspieljahr jedenfalls begann mit einem Rückschlag für die Breisgauer.

Freiburg – Frankfurt 2:6 (1:3, 1:2, 0:1)
Tore: 0:1 C. Breitkreuz (5.), 0:2 Pistilli (10.), 0:3 Gron (11.), 1:3 Palausch (12.), 1:4 Liesegang (22.), 1:5 Stretch (33.), 2:5 Saccomani (36.) 2:6 Pistilli (50.). Strafen: Freiburg 6, Frankfurt 4. Zuschauer: 1891.