Playdowns

Für den EHC Freiburg geht es jetzt um den Klassenerhalt

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 10. März 2018 um 09:02 Uhr

EHC Freiburg

Noch wenige Tage, dann beginnt die entscheidende Phase in der zweiten deutschen Eishockey-Liga. Für den EHC geht es jetzt um alles. Am Dienstag steigt Spiel eins der Best-of-seven-Serie gegen Bad Tölz.

Noch wenige Tage, dann beginnt die entscheidende Phase in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga, der DEL 2. In der ersten Playdown-Runde stehen sich der EHC Freiburg und der EC Bad Tölz gegenüber, zwei Klubs, die sich schon einige heiße Duelle geliefert haben. Am Dienstag, 19.30 Uhr, steigt Spiel eins der Best-of-seven-Serie in der Franz-Siegel-Halle.

Wer zuerst vier Spiele gewinnt, entscheidet die Runde für sich

Es ist Playoff-Zeit in der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Eishockey – oder eben Playdown-Zeit, wenn man in den Breisgau blickt. Als Tabellenzwölfter treffen die Puckjäger des EHC Freiburg in der Abstiegsrunde auf den Dreizehnten, die Löwen vom EC Bad Tölz. Für beide geht es um nicht weniger als um den Klassenerhalt. Sollten sie in der anstehenden Best-of-seven-Serie (wer zuerst vier Spiele gewinnt, entscheidet die Runde für sich) als Sieger vom Eis gehen, verabschieden sich Spieler und Trainer nach einer durchwachsenen Saison mit dem Klassenerhalt in der Tasche in den Sommerurlaub. Wer unterliegt, muss hingegen den Weg in die entscheidende zweite Playdown-Runde gehen. In dieser wartet der Verlierer der Serie zwischen den Lausitzer Füchsen und den Bayreuth Tigers – und es kommt zum Showdown um Abstieg oder Ligaverbleib.

Weder Bad Tölz noch Freiburg schafften es während der Saison, sich aus den unteren Regionen der Tabelle zu lösen. Beide zeigten über die gesamte Spielzeit Leistungsschwankungen. In vier direkten Duellen in der Hauptrunde siegte stets das Heimteam, so dass beide auf eine ausgeglichene Bilanz zurückblicken können.

In der Playdown-Serie kann alles passieren

Als wichtiger Faktor für Erfolg oder Misserfolg könnten sich im Duell der beiden Traditionsklubs die Specialteams erweisen. Die Vorteile liegen bei den Wölfen, die ein leichtes Plus in der Powerplayquote aufweisen (18 zu 17,4 Prozent). Den größten Unterschied macht jedoch die Unterzahlquote: Mit 86,7 Prozent stellt der EHC das effektivste Penaltykilling der Liga, während die Tölzer mit einer Quote von lediglich 74,4 Prozent den vorletzten Platz in dieser Kategorie belegen. Bitter für die Breisgauer: Sie müssen in den verletzten Stürmern Ben Walker und Mark Mancari auf ihre wohl besten Akteure verzichten. Gleichzeitig lief Torhüter Miroslav Hanuljak jüngst zu Höchstleistungen auf und gehört mit einer Fangquote von 91,51 Prozent zu den besten Goalies der Liga.

Dennoch gilt: In einer Playdown-Serie kann alles passieren. Siege und Niederlagen müssen sofort vergessen und den Fokus auf die nächste Partie gelegt werden. Dabei gelten etwas andere Gesetze als noch in der Hauptrunde. Auf dem Eis wird noch härter zugelangt. Während die Serie läuft, gibt es keine Ehrenrunden oder dergleichen. Der ansonsten obligatorischen Handschlag zwischen beiden Teams erfolgt erst nach Ende der Serie.