Eishockey

Torfestival: EHC darf gegen Dresden sieben Mal jubeln

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Fr, 26. Januar 2018 um 22:36 Uhr

EHC Freiburg

Nach längerer Durststrecke gewinnt der EHC Freiburg in einem spektakulären Heimspiel gegen die Dresdner Löwen mit 7:5.

"Der EHC ist wieder da" schallte es von den Rängen der Franz-Siegel-Halle, denn die Zweitliga-Eishockeycracks des EHC Freiburg konnten ihre seit vier Spielen andauernde Niederlagenserie beenden. In einem spektakulären Heimspiel gegen die ebenfalls angeschlagenen Dresdner Eislöwen siegten die Breisgauer 7:5.

Während bei den Wölfen die Langzeitverletzten Ben Walker und Gabriel Federolf sowie der gesperrte Julian Airich fehlten, musste Gästecoach Franz Steer ebenfalls auf vier Cracks verzichten. Bereits nach einer Minute hatte der EHC seine erste Großchance, als Jannik Herm alleine vor dem Tor angespielt wurde – aber scheiterte. Die erste Überzahlsituation führte dann zum Erfolg: Mit einem Schuss wie ein Strich traf Mark Mancari von der Blauen Linie (5.).

Die Dresdner hatten optisch leichtes Übergewicht. Die gefährlicheren Angriffe fuhr hingegen der EHC. Eine tolle Kombination ging dem 2:0, einem Schlagschuss von Niko Linsenmaier, voraus (10.). Kleinere Aussetzer im Aufbauspiel blieben ohne Folgen. Dennoch schafften es die Gäste zu verkürzen, als Nick Huard abstaubte (13.). Doch die Freiburger hielten an ihrem Spielplan fest. Mit Erfolg: In Überzahl traf Radek Duda, der ein Klassespiel machte, aus spitzem Winkel.

An der taktischen Marschroute der Wölfe änderte sich nicht viel: Hinten sicher stehen und schnell umschalten, lautete die Devise. Und die Mannschaft setzte sofort nach. Mit einem Traumpass fand Mancari Duda am langen Pfosten: 4:1 (21.). Die Sachsen brauchten einige Minuten, erarbeiteten sich aber selbst Chancen. Als beide Teams mit je vier Feldspielern agieren mussten, hatte Gästestürmer Tadas Kumeliauskas viel Platz und bestrafte die EHC-Defensive (26.) prompt. Weiter fuhren die Freiburger gefährliche Angriffe. Mit dem Ende eines weiteren Powerplays spielte Duda von hinten in den freien Raum, von wo Marc Wittfoth erfolgreich einschoss (31.). Bissig in den Zweikämpfen und schnell im Umschaltspiel hatten die Hausherren das Spiel mehr oder weniger im Griff.

Es folgte der Schlussakkord, in dem offenbar der Tag der offenen Tür ausgerufen wurde – die Tore fielen wie reife Früchte. Erst verkürzte Thomas Pielmeier in Überzahl auf 3:5, ehe Chris Billich den alten Abstand wieder herstellte. Es ging rauf und runter. Martin Davidek verkürzte erneut, Jannik Herm legte für die Wölfe nach.

Den Schlusspunkt und das vierte Tor binnen sieben Minuten in der Schlussphase setzte Dresdens Kumeliauskas. Die Zuschauer sahen ein Torfestival.


Freiburg - Dresden 7:5 (3:1, 2:1, 2:3)
Tore:
1:0 Mancari (5.), 2:0 Linsenmaier (10.), 2:1 Huard (13.), 3:1 Duda (18.), 4:1 Duda (21.), 4:2 Kumeliauskas (26.), 5:2 Wittfoth (30.), 5:3 Pielmeier (49.), 6:3 Billich (52.), 6:4 Davidek (56.), 7:4 Herm (57.), 7:5 Kumeliauskas (59.). Strafen: Freiburg 4, Dresden 8. Zuschauer: 1690.