EHC Freiburg

Wölfe kassieren 0:5-Packung gegen Kaufbeuren im letzten Drittel

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 07. Januar 2018 um 21:36 Uhr

EHC Freiburg

Ein Wochenende ohne Punkte für den EHC Freiburg in der DEL 2: In Kaufbeuren hielten die Wölfe 40 Minuten dagegen – ehe im Schlussabschnitt alle Dämme brachen.

Nachdem die Wölfe am Freitag knapp mit 1:2 beim SC Riessersee unterlagen, setzte es beim ESV Kaufbeuren im letzten Drittel eine herbe Packung. Die Partie endete 0:5.

Fünf Auswärtsspiele in Serie muss der EHC Freiburg aktuell bestreiten. In den Partien drei und vier gab es für die Mannschaft von Trainer Leos Sulak allerdings nichts zu holen. Beim drittplatzierten SC Riessersee schaffte es der EHC trotz aufopferungsvollem Kampf und einer über weite Strecken guten Leistung nicht, sich mit Punkten zu belohnen. 1:2 hieß es am Ende aus Freiburger Sicht. Zwei Tage später stand die nächste Bayern-Reise auf dem Plan. Besser sollte es aber auch beim ESV Kaufbeuren nicht werden – im Allgäu setzte es ein 0:5. Zwei Spiele hat der EHC im neuen Kaufbeurer Eisstadion bestritten, ohne ein einziges Tor zu erzielen.

Starke Defensivarbeit beider Mannschaften

Die Breisgauer gingen mit der gleichen Aufstellung wie beim SCR aufs Eis. Wieder fehlte neben den langzeitverletzten Ben Walker und Gabriel Federolf auch Verteidiger Jakub Körner aufgrund eines Trauerfalls in der Familie. Das erste Drittel war geprägt von der starken Defensive beider Mannschaften. Die Hausherren machten das Spiel, vermochten gegen die äußerst disziplinierte EHC-Abwehr aber keinen Stich zu setzen. Erst in den letzten Minuten tauchten auch die Wölfe das eine oder andere Mal vor ESV-Keeper Stefan Vajs auf.

Etwas offensiver gestaltete sich das Mitteldrittel, wobei die Freiburger das Momentum bald auf ihrer Seite wussten. Ausschlaggebend war eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer gegen EHC-Stürmer Julian Airich, als dieser seinen ehemaligen Teamkollegen Steven Billich mit einem harten Check zu Boden schickte. Für Billich ging es verletzt in die Kabine, für Airich direkt unter die Dusche. Ex-Wolf Billich kehrte erst im Schlussdrittel zurück. Die fünfminütige Unterzahl verteidigte der EHC allerdings souverän und kam selbst zu guten Chancen. Es ging nun temporeicher zu, ein offensives Feuerwerk bot sich den Zuschauern allerdings noch immer nicht. Dies änderte sich erst im Schlussdrittel.

Ein Freiburger Powerplay verstrich zunächst torlos. Kaum wieder vollzählig, blies auf der anderen Seite der ESVK zum Gegenstoß und ging durch Charlie Sarault in Front (43.). Die Freiburger wurden nun aktiver, gingen giftiger in die Zweikämpfe, offenbarten im Umschaltspiel nach hinten jedoch Lücken. Dies nutzte Denis Pfaffengut im Vier-gegen-vier per Distanzschuss zum 2:0 (52.). Der Bann war nun gebrochen, die Breisgauer völlig von der Rolle. Nach einer Parade von EHC-Keeper Miroslav Hanuljak brachte Daniel Oppolzer den Rebound im Tor unter. In der Schlussminute setzte Jere Laaksonen noch einen drauf, als er den dritten Nachschuss verwandelte und auf 4:0 stellte. Der chancenlose Hanuljak schimpfte auf seine Defensive, während Sarault, 22 Sekunden vor der Sirene, den Schlusspunkt hinter ein rabenschwarzes Schlussdrittel der Wölfe setzte. Es war die dritte Pleite des EHC in Folge.
Riessers. - Freiburg 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)
Tore:
1:0 Eder (2.), 1:1 Palausch (15.), 2:1 Vollmer (57.). Strafen: Riessersee 10, Freiburg 4. Zuschauer: 2959.

Kaufb. – Freiburg 5:0 (0:0, 0:0, 5:0)

Tore:
1:0 Sarault (43.), 2:0 Pfaffengut (52.), 3:0 Oppolzer (55.), 4:0 Laaksonen (60.), 5:0 Sarault (60.). Strafen: Kaufbeuren 8, Freiburg 33 (darunter Spieldauerstrafe gegen Airich). Zuschauer: 2522.