Basels Blick geht (nicht) nach Bern

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Fr, 31. August 2018

FC Basel

Der FCB beglückwünscht YB und stellt sich auf Thun ein.

FUSSBALL (-di). Samuele Campo, der (Perspektiv-)Spielmacher des FC Basel, sagte es am Sonntag nach dem 1:1-Remis beim FC Zürich im Brustton der Überzeugung: "Wir schauen nicht auf YB." YB steht für die Young Boys – und aktuell für all das, was im Schweizer Fußball für Jahre exklusiv die Basler ausgezeichnet hatte: national und international die ziemlich klare Nummer eins zu sein.

Musste sich der FCB am Donnerstagabend auf Zypern abmühen, im Playoff-Rückspiel bei Apollon Limassol noch den Sprung in die Gruppenphase der Europa League zu schaffen (Sport, Seite 15), so hatte der Rivale aus Bern schon zwei Tage zuvor mit einem 2:1-Erfolg bei Dinamo Zagreb erstmals in der Vereinsgeschichte das Ticket für die Gruppenspiele der Champions League gelöst. Fabian Frei, seit der Verletzung von Marek Suchy der Basler Teamkapitän, wird vom Blick mit dem anerkennenden Satz zitiert: "Das ist ein Sieg für die ganze Schweiz."

Um selbst wieder so weit zu kommen, müssten Frei & Co. erst einmal wieder Meister werden. Sieben Punkte beträgt der Rückstand des Vizemeisters nach fünf Super-League-Spieltagen schon wieder. Nach der Heimpartie am Sonntag gegen den FC Thun (Vierter) und einer Länderspiel- und Cup-Pause folgt in drei Wochen im Wankdorf das erste von vier Direktduellen mit dem Meister. Spätestens dann wird auch Campo auf YB schauen.

Schweizer Super League: FC Basel – FC Thun, Sonntag, 16 Uhr, St.-Jakob-Park