Freis "Teilerfolgserlebnis"

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Mo, 30. Juli 2018

FC Basel

FC Basel kassiert mit Interimstrainer bei Xamax spätes 1:1 / Suche nach erfahrenem Wicky-Nachfolger.

FUSSBALL. Fünf Niederlagen am Stück – drei noch in der Vorbereitung, zwei in den ersten Pflichtspielen – lassen den FC Basel bescheiden werden: Interimstrainer Alex Frei wertete das 1:1 (0:0)- Remis, das der Vizemeister am Samstag bei Aufsteiger Neuchâtel Xamax holte, als "ein erstes Teilerfolgserlebnis".

Frei wird nach seiner Premiere auf der Maladiere (vor 12 000 Fans) zusammen mit Co Marco Schällibaum auch beim Rückspiel der zweiten Qualirunde der Champions League am Mittwoch zu St. Jakob (Hinspiel 1:2) auf der Bank sitzen. Derweil, so ließ Sportchef Marco Streller am Neuenburger See wissen, suchen die Bebbi für den am Donnerstag entlassenen Raphael Wicky, der 2017 vom U-21- zum Chefcoach aufgestiegen war, einen Nachfolger mit "einer gewissen Erfahrung". Dies legt eine Spur zu zwei arbeitslosen Schweizern: Marcel Koller (zuletzt Teamchef Österreichs) und Martin Schmidt (bis Februar beim VfL Wolfsburg).

Zur Trennung von Wicky sagte Streller, dass es kein 100-prozentiges Vertrauen mehr gegeben habe in dessen Arbeit. Die Vereinsleitung habe "langsam gespürt", dass es womöglich ein Fehler gewesen sei, nach dem verlorenen Meistertitel mit dem Walliser in die zweite Saison zu gehen. Akzentuiert habe sich dies bei der 0:5-Klatsche im letzten Test gegen Feyenoord Rotterdam, den Wicky selbst als "nicht FCB-würdig" bezeichnet hatte.

Frei baute die Super-League-Elf, der es "an Selbstvertrauen und Leichtigkeit" fehle, um. Eigengewächs Eray Cümart wehrte zentral ab, Fabian Frei rückte von der Innenverteidigung wieder ins Mittelfeld vor, vorn griffen nicht Albian Ajeti oder Ricky van Wolfswinkel an, sondern beide. Noah Okafor (18 Jahre) bekam auf der Außenbahn den Vorzug vor Valentin Stocker und bedankte sich mit dem Tor zum 1:0 (64. Minute). Doch nach einem starken Basler Start kam Xamax auf und durch Raphaël Nuzzolo spät (86.) zum Ausgleich. Der eingewechselte Samuele Campo sah noch Gelb-Rot.