Fußball ist für Frauen nicht erste Wahl

Holger Rohde

Von Holger Rohde

Di, 31. Juli 2018

Frauenfussball

Die Zeit der Zuwachsraten im Frauenfußball ist vorbei.

FRAUENFUSSBALL (horo). Einen reibungslosen Staffelabend erlebten die Frauenteams des Bezirks Schwarzwald beim FC Wolterdingen: "Ich kann den Vereinen nur ein dickes Kompliment machen, weil sie untereinander bei den Terminabsprachen im Vorfeld ganze Arbeit geleistet haben", lobte der Frauenbeauftragte und Staffelleiter Holger Rohde die Zusammenarbeit. "Wenn man miteinander spricht, miteinander zusammenarbeitet, dann findet man für jeden Wunsch auch meistens eine gute Lösung", freute er sich. Der Boom im Frauenbereich ist längst vorbei, dies sieht man bei der Entwicklung der Mädchenmannschaften. "Da werden wir im Bezirk in den kommenden Jahren keine Zuwachszahlen haben", so Rohde. Grund seiner Annahme ist die jüngste Entwicklung: Nach der vergangenen Saison zogen sich in der Bezirksliga gleich drei Spielgemeinschaften aus insgesamt sieben Vereinen zurück. Überbezirklich sind in der kommenden Runde nur noch fünf Vereine aktiv. In der Verbandsliga spielen die Spfr. Neukirch, in der Landesliga am Ball sind die Fußballerinnen des FV Marbach, FC Grüningen, SV Titisee und FC Schönwald. Die SG Bad Dürrheim/Oberbaldingen zog sich freiwillig um zwei Klassen zurück in die Bezirksliga.

Auf Bezirksebene lösten der VfB Mettenberg und die SG Schluchsee/Feldberg ihre zweijährige Spielgemeinschaft auf und stellen jetzt wieder zwei Teams. Der FC Reiselfingen hat statt des SV Dittishausen nun den FC Löffingen als neuen SG-Partner innerhalb der Stadt. Der SV Titisee ist als Traditionsverein immer noch in der Lage, drei Mannschaften zu stellen. Der TuS Bonndorf meldete erstmals eine zweite Frauenmannschaft hinzu, ebenso wie Reiselfingen/Löffingen. Und nicht zuletzt geht der SV Gündelwangen nach einem Jahr einer Spielgemeinschaft mit dem FC Lenzkirch nun einen neuen Weg in einer Elfer-SG mit dem Bonndorfer Stadtteilclub SV Dillendorf, der bisher im Bezirk Hochrhein spielte und bis 2016 der Landesliga angehörte, bis 2013 sogar der Verbandsliga Südbaden.