Dem Relegationsplatz wieder nah

Werner Hornig

Von Werner Hornig

Mo, 16. April 2018

Landesliga Süd

Handball-Landesligist HSG Dreiland kann nicht mehr direkt absteigen, Liga ist nach Niederlage gegen Freiburg aber noch nicht gesichert.

HANDBALL Landesliga: HSG Dreiland – HSG Freiburg 25:32 (15:18). Immerhin: Direkt absteigen kann der Handball-Landesligist HSG Dreiland seit dem vergangenen Spieltag nicht mehr. Trotz der erwartbaren Niederlage gegen die HSG Freiburg. Aufgrund der weiteren Ergebnisse ist der vorletzte Tabellenplatz endgültig distanziert. Mit Blick auf den Abstiegsrelegationsplatz hat sich die Situation für das Bojic-Team allerdings verschärft.

53 Minuten lang durfte die HSG Dreiland im Heimspiel gegen den Tabellenführer HSG Freiburg an eine Überraschung glauben. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren nur mit 25:27 in Rückstand. Aber am Ende sollte es nicht reichen. Freiburg hatte den längeren Atem, zerstörte mit einem 5:0-Lauf in den letzten sieben Minuten die Hoffnungen der Dreiländer auf wichtige Zähler im Abstiegskampf. Freiburg kam zu einem 32:25 (18:15)-Auswärtssieg und steht damit kurz vor der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Handball-Südbadenliga.

Vorletzter kann die HSG nicht mehr werden

Die HSG Dreiland hat andere Prioritäten. Vorletzter können die Weil-Lörracher Handballer nicht mehr werden, der Kampf um den Klassenerhalt hat sich für die Mannschaft von Trainer Igor Bojic doch noch einmal zugespitzt. Denn zum Relegationsrang hat die HSG nach den Siegen des TV Ehingen und der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg bei drei noch ausstehenden Begegnungen nur noch zwei Punkte Vorsprung. "Ich bin überzeugt, dass wir die nötigen Punkte noch holen werden", sieht Bojic die eigene Ausgangslage allerdings weiter positiv. Bei gutem Verlauf können die Dreiländer tatsächlich sogar noch Fünfter werden, in den kommenden zwei Spielen sollte allerdings idealerweise die Grundlage für den Klassenerhalt geschaffen werden. Sonst könnte am letzten Spieltag beim Drittletzten HU Freiburg ein brisantes Endspiel anstehen und auf seine Auswärtsstärke (zwei Siege aus elf Partien) konnte das Bojic-Team in dieser Saison bislang weniger bauen.

Die Voraussetzungen vor dem Spiel gegen die HSG Freiburg schienen alles andere als optimal. Mit Kevin Welte, Marco Bödeker und Julian Ruland fehlten gleich drei wichtige Spieler. "Wir haben praktisch ohne einen etatmäßigen Kreisläufer gespielt", sagte Bojic, "das hat man gegen Ende der Partie gemerkt." Es fehlte schließlich die Unterstützung aus dem Rückraum. "Die Zuspiele kamen nicht mehr genau an. Uns fehlte es an der Konzentration."

Ansonsten hatte Igor Bojic an der Vorstellung seiner Mannen nichts auszusetzen. "Wir haben mehr Torchancen als der Gegner kreiert. Leider zeigten wir wieder einige Abschlussschwächen." Deshalb ging nach 60 spannenden Minuten auch der Glückwunsch an die gegnerische Mannschaft. "Sie sind die besten der Liga."

Tore HSG Dreiland: Ludwig 9/2, Niklas Weber 5, Hopp 3, Besemann 3, Palasz 1, Pit Weber 1, Retsch 1. Spielfilm: 2:5 (6.), 5:9 (13.), 10:12 (19.), 12:14 (24.), 15:18 – 16:20 (37.), 22:24 (48.), 24:25 (51.), 25:32.