Die SG überrascht auch ihren Trainer

Felix Gieger

Von Felix Gieger

Mo, 10. Oktober 2016

Handball 3. Liga

Dritter Sieg in Serie für kampfstarke Teninger Handballer.

HANDBALL. Dritte Liga Männer: SG Köndringen-Teningen – TSG Haßloch 32:31 (15:14) Als zwei Minuten vor Schluss die TSG Haßloch zum wiederholten Male am Samstagabend einen Rückstand ausglich, hielt es keinen der knapp 250 Zuschauer in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle mehr auf den Sitzen. 30 Sekunden später erlöste Pascal Bührer die Fans mit seinem fünften Feldtor des Abends – ein Punkt war dem Team von Coach Ole Andersen gewiss. Dass es sogar deren zwei wurden war auch das Verdienst Fortunas.

"Wir hatten am Ende auch ein bisschen Glück", war nach Spielende das Fazit des gut gelaunten Trainers, der zwar mit der Trainingsleistung unter Woche nicht zufrieden war, wohl aber mit dem kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft. Mit diesem wichtigen Sieg ist sein Team endgültig in der diesjährigen Dritten Liga angekommen und liegt mit ausgeglichenem Punkteverhältnis im breiten Mittelfeld der Tabelle. "Dass wir nach diesem Auftaktprogramm nach sechs Spielen sechs Punkte haben, war nicht unbedingt zu erwarten", gestand Kapitän Felix Zipf.

Dabei war das Spiel zunächst überhaupt nicht nach dem Geschmack seines Coaches. Schnell lagen die Gäste aus der Pfalz mit 4:1 in Front. "Wir haben in der Anfangsphase zu viele Fehler gemacht", stellte Andersen fest. Gegen die kompakte 6:0-Deckung des Gegners tat sich der körperlich klar unterlegene Rückraum der Gastgeber sehr schwer.

Erst Mitte der ersten Halbzeit kam der Angriff besser in Schwung. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Abwehrreihen ihre Probleme mit der Offensive des Kontrahenten hatten und sich kein Team bis zur Pause nennenswert absetzen konnte.

In Halbzeit zwei erwischten die Hausherren den besseren Start. Vor allem die rechte Teninger Angriffsseite verdiente sich nun Bestnoten. Krachende Rückraumwürfe von Shooter Felix Zipf und gefühlvolle Würfe im Stile eines Christian Hefter vom dänischen Rechtsaußen Jens Kvist brachten die SG in der 45. Minute mit drei Toren in Front. Im Publikum keimte Hoffnung auf den dritten Sieg in Serie, doch nach dem schnellen Ausgleich keine fünf Minuten später und dem darauffolgenden Führungstreffer der Gäste war alles wieder anders. "Da habe ich gedacht, es ist vorbei", gestand SG-Coach Andersen, der zu diesem Zeitpunkt die Kräfte seines Teams schwinden sah. "Dass wir es trotzdem geschafft haben, macht mich stolz."

Aller körperlichen Unterlegenheit und Müdigkeit zum Trotz hielten die Gelb-Schwarzen die letzten zehn Minuten offen und ließen den Gegner nicht wegziehen. "Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, über den Kampf das Spiel zu gewinnen. Das hat geklappt, auch wenn wir heute nicht unsere allerbeste Leistung abgerufen haben", freute sich Felix Zipf über den Sieg und den damit bestätigten Aufwärtstrend des Drittliga-Dinos. In der hektischen Schlussphase war das Glück auf Seiten der SG: Sie konnte den letzten Angriff der TSG Haßloch abwehren und den Sieg über die Zeit retten.

Tore SG: Bührer 9/4, Zipf 6, Kvist 5, Fischer 5, Dittrich 5, Vogt 2/2. Spielfilm: 1:4 (7. Minute), 4:5 (10.) 6:6 (13.), 10:8 (21.), 13:12 (27.), 15:14 – 24:21 (45.), 25:25 (49.), 26:27 (51.), 28:28 (54.), 31:30 (58.), 32:31.