Kraftakt der Füchse

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Von dpa

Di, 22. Mai 2018

Handball Allgemein

Berliner Handballer gewinnen in Magdeburg den EHF-Pokal.

MAGDEBURG (dpa). Es war eine lange Nacht in einem Berliner Karaoke-Klub, aber diese Party hatten sich die Füchse Berlin auch redlich verdient. Die Hauptstadt-Handballer hatten am Sonntag für den einzigen deutschen Europapokal-Erfolg dieser Saison gesorgt – und die Erfolgsgeschichte der Bundesliga im EHF-Pokal verlängert. Dank des 28:25 (14:13)-Finalerfolgs gegen den französischen Vertreter Saint-Raphael in Magdeburg kommt der EHF-Pokalsieger zum 19. Mal in 25 Jahren aus Deutschland. In den vergangenen 15 Jahren waren deutsche Klubs sogar 14 Mal erfolgreich, für die Füchse war es nach 2015 der zweite Erfolg.

Dabei war das Finale alles andere als einfach für die Berliner: Die Partie gegen Saint-Raphael war das vierte Spiel innerhalb von acht Tagen, nach den Bundesliga-Erfolgen gegen Meister Rhein-Neckar Löwen sowie Hannover-Burgdorf hatte es am Samstag ein 27:24 gegen den dadurch entthronten Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen im Halbfinale gegeben. "Diese Belastung ist einfach unmenschlich. Aber obwohl wir sehr müde zum Finalturnier nach Magdeburg kamen, haben wir gekämpft, gekämpft, gekämpft", sagte Rechtsaußen Hans Lindberg. Der Däne wurde – wie schon ein Jahr zuvor – Torschützenkönig des Wettbewerbs mit diesmal 82 Treffern. Leichtes Spiel hatten er und seine Teamkollegen im Endspiel gegen die Franzosen aber überhaupt nicht. Auch weil phasenweise außer den Füchse-Fans alle Zuschauer Saint-Raphael anfeuerten. Gerade die Magdeburger Fans pfiffen die Berliner, speziell Silvio Heinevetter, permanent aus. Aber das stachelte den Ex-Magdeburger nur an. Mit 17 Paraden war er im Finale der Matchwinner.