Volleyball

1844 Freiburg zeigt positive Reaktion in Hammelburg

Matthias Kaufhold

Von Matthias Kaufhold

Sa, 12. November 2016 um 23:59 Uhr

Volleyball

Nach der ernüchternden 0:3-Niederlage gegen Rüsselsheim schüttelten sich die Volleyballer von 1844 Freiburg kurz – und fanden beim TV/DJK Hammelburg die richtige Antwort: Mit 3:1 gelang Saisonsieg Nummer fünf in Liga zwei.

Hammelburg, das Überraschungsteam der vergangenen Spielzeit, hadert in dieser Runde mit Personalsorgen und kassierte in sechs Spielen zuvor fünf Niederlagen. "Die waren nicht so selbstbewusst, und das hat man ihrem Spiel auch angemerkt", fiel 1844-Trainer Wolfgang Beck auf. Immer wenn die Freiburger den Druck im Aufschlag hoch hielten und konzentriert im Angriff zu Werke gingen, konnten sie sich punktemäßig etwas absetzen.

Klingt so einfach, war jedoch ein großes Stück Arbeit bis zum Viersatz-Sieg. Im ersten Satz lagen die fränkischen Gastgeber mit 21:18 vorne, ehe Marcus Gensitz zu einer Aufschlagserie ausholte – und der Satz zum 25:21 noch gedreht wurde.

Darauf schienen sich die Gäste im nächsten Abschnitt etwas auszuruhen. "Jeder hat ein, zwei Fehler gemacht, schon konnte Hammelburg etwas wegziehen", sagte Beck. Mit 25:20 sorgten die Unterfranken verhältnismäßig leicht für den 1:1-Satzausgleich.

1844 lässt Hammelburg immer wieder rankommen

Zum Glück für Freiburg folgte anschließend die Zehn-Minuten-Pause. "Wir haben uns ein wenig geschüttelt und konnten uns neu einstellen", sagte der 1844-Coach. Prompt kamen die Freiburger viel besser in den dritten Satz, führten mit 4:1 und 6:3, ehe beim Stand von 18:11 alles schon für die Affenbande gelaufen schien. "Wir haben sie aber immer wieder rankommen lassen, Danke-Bälle nicht genutzt, und so alles noch mal spannend gemacht", resümierte Wolfang Beck.

Die Folge: Hammelburg schlich sich bis auf 22:20 heran, konnte aber nicht durchgreifend für die Wende sorgen. Freiburg hatte die besseren Nerven und schaffte den letzten Kick zum 25:21 – ein Befund, der deckungsgleich auch für den vierten Satz gilt. Wieder lagen die Freiburger eigentlich durchgängig vorne, wieder machten sie es am Ende spannend, mussten gar bei 24:25 einen Satzball abwehren. "Mit etwas Glück" (Beck) nutzte 1844 aber seinen zweiten Matchball.

Freiburger MVP: Diagonalangreifer Oliver Hein

"Nach der Niederlage letzte Woche haben wir uns wieder gefangen", stellte Beck erfreut fest. Zum wertvollsten Spieler wurde auf Freiburger Seite Diagonalangreifer Oliver Hein gewählt. Für den Tabellensechsten geht es am kommenden Sonntag mit einem weiteren Auswärtsspiel beim TSV GA Stuttgart weiter.