Achtbar aus der Saison verabschiedet

dpa

Von dpa

Mo, 14. November 2016

Motorsport

Deutsche Motorradpiloten in Valencia ohne Siegchancen.

VALENCIA (dpa). Stefan Bradl hat sich trotz schwieriger Bedingungen achtbar aus der Motorrad-Weltmeisterschaft verabschiedet. Der 26 Jahre alte Moto-GP-Pilot aus Zahling fuhr am Sonntag beim Saisonfinale in Valencia zwar weit hinter der Spitze und beendete seinen 173. und vorerst letzten Grand Prix mit einem 13. Rang. Wie Bradl hatten die anderen deutschen Asse zum Saisonabschluss keine Siegchance in ihren Klassen. Moto-3-Pilot Philipp Öttl wurde Achter. In der Moto 2 belegte Jonas Folger aus Schwindegg ebenfalls Platz acht, Marcel Schrötter aus Pflugdorf wurde Zehnter, Sandro Cortese aus Berkheim stürzte in der Anfangsphase des Rennens und schied aus.

Die drei Weltmeister – der Südafrikaner Brad Binder in der Moto3, Johann Zarco aus Frankreich in der Moto2 und Marc Marquez aus Spanien in der MotoGP – standen schon vor den Finalrennen fest. Die Valencia-Bilanz war aus deutscher Sicht ein Spiegelbild der gesamten Saison. Insgesamt stehen sechs Podestplätze zu Buche, für die Folger fast im Alleingang sorgte. Ein Sieg in Brünn, dazu je zwei zweite und dritte Plätze schaffte der Schwindegger. Er war damit auch im Gesamtklassement (7.) bester Deutscher. Cortese wurde in Japan einmal Dritter.

Folger war zwar bester Deutscher, dennoch blieb er hinter den Erwartungen. Am ehesten hatte man von ihm erwartet, in den Kampf um die WM-Krone einzugreifen. "Jonas fehlte die Konstanz. Wir haben versucht, es hinzubekommen, aber leider haben wir es nicht geschafft", sagte Team-Chef Jürgen Lingg. Er wird in der nächsten Saison nicht mehr mit Folger arbeiten. Der Pilot wechselt ins Tech-3-Yamaha-Team in die MotoGP.

Bradl, bisher klassenhöchster deutscher Pilot, bekam von seinem Aprilia-Team keinen neuen Vertrag und fährt 2017 in der Superbike-WM. Die anderen Deutschen enttäuschten. Cortese fand erst im letzten Saisondrittel wieder zu sich. Marcel Schrötter, der im nächsten Jahr Folgers Platz neben Cortese einnehmen wird, blieb trotz verbesserten Materials hinter den Erwartungen zurück. Philipp Öttl war in der Moto3 zu oft auf sich allein gestellt.