Ahlmann sorgt für einen deutschen Sieg

Mo, 21. November 2016

Reitsport

Weltcup der Reiter in Stuttgart: Auch Isabell Werth trumpft auf / Hans-Dieter Dreher Zwölfter.

STUTTGART (sid). Der Weltranglistenerste Christian Ahlmann hat die Ehre der deutschen Springreiter beim Heim-Weltcup in Stuttgart gerettet und seinen Sieg aus dem Vorjahr eindrucksvoll wiederholt. Der 41-Jährige aus Marl setzte sich beim Großen Preis zum Abschluss des German Masters am Sonntag in 42,85 Sekunden im Stechen durch und darf sich über einen Mercedes-Geländewagen freuen. Bei der Dressur überzeugte wieder einmal Isabell Werth auf der ganzen Linie – sie gewann vier Wettbewerbe, darunter auch das German Master, einen Grand Prix Special.

Ahlmann ging auf Taboulet Z im entscheidenden Durchlauf alles oder nichts und wurde mit seinem zweiten Sieg nach 2015 belohnt. Letztlich verwies er London-Olympiasieger Steve Guerdat aus der Schweiz (44,95 Sekunden) und den Iren Cian O’Connor (45,03 Sekunden) mit deutlichem Abstand auf die Plätze zwei und drei. "Es war eine harte Saison mit Olympia und dem Nationencup. Ich habe heute vor allem in den Wendungen viel riskiert", sagte Ahlmann und lobte sein Pferd: "Ich bin stolz auf Taboulet Z. Er ist zwar 16 Jahre alt, hat heute aber gekämpft wie ein Junger."

Nach einer bislang durchwachsenen Weltcup-Saison fuhr Ahlmann auf der fünften Station für die deutschen Springreiter den zweiten Erfolg ein. Vor drei Wochen hatte bereits Daniel Deußer (Wiesbaden) in Lyon die Oberhand behalten.

Die übrigen deutschen Topreiter erlebten trotz guter Vorsätze für das Heimspiel herbe Enttäuschungen. Als die rekordverdächtige Anzahl von 19 Reitern ins Stechen ging, war der Wettbewerb für drei der vier Bronze-Gewinner von Rio bereits beendet. Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen wurde auf Cool And Easy mit vier Fehlerpunkten Zwölfter.