Bodenarbeit gegen den Frust

Marie Reitzenstein

Von Marie Reitzenstein

Fr, 11. November 2016

Volleyball

1844-Volleyballer schwitzen vor Gastspiel in Hammelburg.

VOLLEYBALL (mare). "Schlechter kann es nicht mehr werden." Deutliche Worte waren es, die Wolfgang Beck, Trainer der Volleyballer von 1844 Freiburg, nach der bitteren 0:3-Pleite am vergangenen Samstag gegen die TG Rüsselsheim II fand. Der Verein mit den längsten Spieldauer in der zweiten Bundesliga (16. Jahr in Folge) kassierte gegen den Aufsteiger die erste Heimniederlage der Saison. Die Protagonisten war danach sichtlich angefressen.

Mittlerweile sei das Spiel jedoch verdaut, versichert Beck: "Klar war das kein guter Tag. Es ist enttäuschend, wenn niemand seine Leistung abrufen kann. Aber das passiert nun mal, es geht weiter." Ein bisschen mehr schwitzen musste die Affenbande von 1844 in den nachfolgenden Trainingseinheiten trotzdem. "Straftraining würde ich es jetzt nicht nennen", sagte Beck und fügte lächelnd hinzu: "Manchmal muss man aber vielleicht ein bisschen mehr springen und auf dem Boden liegen als sonst, um so ein Spiel aus den Köpfen zu bekommen."

Am kommenden Samstag will 1844 bei der TV/DJK Hammelburg einiges besser machen. Die Unterfranken mischten vergangene Saison als Aufsteiger die Liga auf und belohnten sich in ihrer ersten Zweitliga-Spielzeit am Ende mit Rang drei. Deshalb wurde das Team von Trainer Tado Karlovic nun sogar als Meisterschaftskandidat gehandelt. Bislang suchen die Hammelburger jedoch noch nach ihrer Konstanz. Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen liegt Hammelburg derzeit auf Rang elf. Vergangenes Wochenende setzte es in Dresden eine 0:3-Niederlage.

"Klar ist Hammelburg zurzeit nicht gerade vom Selbstvertrauen geküsst", vermutet der Freiburger Trainer. Seine Mannschaft, aktuell Tabellensiebter, müsse in der stets gut gefüllten Halle der Gastgeber aber dennoch Gas geben. Fehlen wird am Wochenende lediglich Zuspieler Bernhard Steiert. Ansonsten ist der Kader aller Voraussicht nach komplett.