Der Blick geht nach Europa

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Fr, 27. Juli 2018

Tennis

Am Freitag und Sonntag spielt der Zweitligist TC BW Oberweier vor heimischem Publikum.

TENNIS 2. Bundesliga Süd: TC BW Oberweier – TSV 1860 Rosenheim, Freitag, 13 Uhr, TC BW Oberweier – SpVgg Hainsacker, Sonntag, 11 Uhr. Sportlich ist die Aufgabenstellung klar. Gegen den unbesiegten Tabellenzweiten am Freitag stehen die Chancen nicht sonderlich gut für das Team von der Palmengasse. Am Sonntag hingegen gibt es eine Begegnung, bei der sportlich alle Chancen intakt sind.

Oliver Killeweit bleibt ein wenig das Sorgenkind dieser Spielzeit beim TC BW Oberweier. Der Mann für alles, Cheftrainer, Vorsitzender des Freundeskreises, Organisator und Teammanager des Zweitligisten ist aktuell nicht fit. Nach seinem Kreislaufzusammenbruch beim ersten Heimspiel brachten die nachfolgenden Untersuchungen eigentlich Entwarnung. Am Dienstag wiederholte sich die Malaise. Der 47-Jährige musste sich erneut ins Klinikum begeben. Claudia Haungs-Obert vom Freundeskreis machte gegenüber der BZ eines klar: "Teammanager kann er nur alleine. Da kann man ihm nichts abnehmen."

Der zweite Sorgenfall ist Adrian Obert. Am Dienstag beim ITF-Futures-Turnier in Wetzlar gab er bereits zum dritten Mal in diesem Jahr wegen Verletzung auf. Eine Entzündung an einem Sehnenansatz im rechten Fuß bereitet dem Tennisspieler seit rund vier Wochen Probleme. In den ersten beiden Spielen in der Zweiten Liga half er sich mit Schmerzmitteln.

Konstante Leistung mit Schmerzmitteln

Danach rief er eine sehr konstante Leistung ab, die ihn aktuell mit einer Bilanz von 3:0 Punkten zum erfolgreichsten Spieler seines Teams macht. In Wetzlar startete der 23-Jährige ohne Medikamente, brach das Experiment aber nach einem Satz ab. "Ich wollte nichts riskieren", sagte er, nachdem sich wieder leichte Schmerzen einstellten. "Es wird insgesamt besser", diagnostizierte Obert, er wolle aber lieber am Wochenende bei den Mannschaftsspielen seine Leistung abrufen können.

Dennoch ist Aufstellungspoker angesagt. Wie immer richtet sich der Blick nach ganz Europa, wo die Profis noch aktiv sind. Turniere gehen alleine aus monetären Gesichtspunkten vor und so darf erwartet werden, dass Rosenheim in der Spitze nicht in Topbesetzung antreten wird. Häme aus Oberweierer Sicht ist aber nicht angebracht. Im eigenen Team sieht es am Donnerstag vergleichbar aus. Spitzenspieler Christian Lindell hat sich im rund 850 Kilometer entfernten Pontedera in Italien unter die letzten Acht gespielt. Franco Capalbo schied am Mittwoch in Meknes in Marokko aus. Fernado Romboli steht in Prag im Viertelfinale eines Doppelturniers auf dem Platz. Da sind durchaus noch Überraschungen drin – bei den einzelnen Turnieren und bei der Aufstellung des TC BW Oberweier an den beiden Spieltagen am Wochenende.