Leichtathletik

Die Favoriten dominieren den Rosskopflauf in Heuweiler

Winfried Stinn

Von Winfried Stinn

Mo, 16. Juli 2018 um 16:34 Uhr

Leichtathletik (regional)

Stefanie Doll und Fritz Koch setzen sich beim 14. Rosskopflauf durch. Christian Smolka wird Gesamtsieger des Laufcups Schwarzwald.

Beim 14. Internationalen Rosskopflauf, der am Sonntag in Heuweiler ausgetragen wurde, setzten sich beim Hauptlauf über 18,4 km mit Fritz Koch (LSF Münster/Freiburg) und Stefanie Doll (SV Kirchzarten) die Favoriten durch. Damit wiederholten die beiden derzeit erfolgreichsten Läufer der Region ihre Vorjahressiege und setzten ihre seit Monaten anhaltende Erfolgsserie fort. Die kürzere Distanz über knapp 10 km gewann Bruno Schumi (LG Brandenkopf). Schnellste Frau war die Jugendläuferin Alica Moser (USC Freiburg), die auch ihren Vorjahressieg wiederholte.

Der Rosskopflauf gehörte erstmals zu dem aus sechs Läufen bestehenden Schwarzwald-Berglauf-Pokal und gemeinsam mit dem Eichberglauf in Glottertal zum Laufcup Schwarzwald. Mehr als 400 Läufer (einschließlich Schülerklassen und Bambini) waren dabei. Start und Ziel befanden sich auf dem Sportplatz von Heuweiler. Von dort aus führte die 18,4 km lange Strecke bis zum 737 Meter hochgelegenen Friedrichsturm auf dem Rosskopf. Bis zum höchsten Punkt mussten 560 Höhenmeter bewältigt werden. Vom Turm ging es dann steil bergab zum Ziel.

Maximilian von Lippe (DJK Schwäbisch Gmünd), der Führende nach drei Läufen in der Gesamtwertung des Schwarzwald-Berglauf-Pokals, erreichte nach 41:46 Minuten als Erster den Gipfel. Mit einem Rückstand von rund einer halben Minute kam Fritz Koch vor dem Franzosen Samir Baala oben an. Auf der Bergab-Passage, bei der es noch einmal eine kurze, aber knackige Steigung zu überwinden galt, konnte Koch nach rund eineinhalb Kilometer Von Lippe einholen. Einen Kilometer lang liefen beide zusammen, ehe Koch das Tempo verschärfte und alleine dem Ziel entgegen lief. Mit der Zeit von 1:13:59 Stunden erreichte er zum zweiten Mal als Sieger das Ziel. Auch wenn er mehr als zwei Minuten langsamer war als bei seinem Vorjahressieg, war er mit seiner Leistung zufrieden. "Die Zeit spielte heute für mich keine Rolle. Mein Ziel war es, den Vorjahressieg zu wiederholen. Das war heute sehr hart für mich. Ich hatte die beiden Läufe beim Emmendinger Meeting vom Donnerstag noch nicht so richtig verkraftet", sagte Koch. Von Lippe verteidigte den zweiten Platz vor Amir Baala und Chris Klenk.

Dominik Maier (TUS Badenweiler) belegte Platz fünf und wahrte damit seine Chancen auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung des Berglauf-Pokals.

Bei den Frauen demonstrierte Stefanie Doll erneut ihre derzeitige Top-Form. Mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg gewann sie in ausgezeichneten 1:16:10 Stunden, war sieben Minuten schneller als bei ihrem Vorjahressieg und stellte einen neuen Streckenrekord auf. Nach 43:26 Minuten hatte sie als Erste den höchsten Punkt der Strecke erreicht, damit war sie nur knapp zwei Minuten langsamer als der schnellste Mann. "Ich habe mich nicht speziell auf den Rosskopflauf vorbereitet. Da ich seit Oktober 2017 in Gundelfingen wohne, gehört der Weg auf den Rosskopf zu meinen bevorzugten Trainingsstrecken", sagte Doll. Die Leistungssteigerung könne sie sich allerdings auch nicht erklären. "Sicherlich spielt es eine Rolle, dass ich einige Kilos abgenommen habe. Am Trainingsaufbau habe ich nichts verändert. Ich trainiere abwechslungsreich und mache kaum Tempotraining." Am Samstag will Doll beim Oberrieder Tote Mann Berglauf ihren ersten Berglauf bestreiten, bei dem es nur bergauf geht.

Zweite wurde in 1:24:07 Stunden die gebürtige Heitersheimerin Lea Düppe (MTG Mannheim). Den höchsten Punkt erreichte sie hinter Stefanie Doll und Anna Clipet (Landau Running Company) noch als Dritte. "Das war mein erster Berglauf, das war schon sehr hart. Trotz des guten Ergebnisses werde ich wohl doch bei den flacheren Distanzen bleiben." Auf Platz drei kam in 1:25:04 Stunden Anna Clipet, die damit ihre Führung in der Gesamtwertung des Pokals ausbaute. Vierte wurde Katharina Heining vor Sandra Kist-Boschetti (TV Bühlertal). Nadja Falk-Kumanska (Freiburg) und Meri Mäkelä (Rot Weiß Glottertal) belegten die Plätze neun und zehn.

Den "Wildtaler Eck Run", bei dem auf knapp zehn Kilometern 280 Höhenmeter gelaufen werden mussten, gewann Bruno Schumi (LG Brandenkopf) in 35:25 Minuten. Schumi führt in der Gesamtwertung des Schwarzwald-Berglauf-Pokals. Felix Pauli (AHS Freiburg), der knapp zwei Kilometer lang das Tempo von Schumi mitlaufen konnte, belegte in 37:23 Minuten den zweiten Platz. Dritter wurde Björn Treyer (Running Team Ortenau) vor Jochen Metzger (Vörstetten) und Björn Pollul (SZ Breitnau). Bei den Frauen gewann Alice Moser (USC Freiburg) in 39:27 Minuten. Sie war damit rund vier Minuten schneller als bei ihrem Vorjahressieg. Auf Platz zwei kam Laura Pauli (MTG Mannheim/Freiburg) in 43:42 Minuten. Dritte wurde Elena Berger (SC Lauf) vor Yvonne Mamalis (THG Freiburg) und Luise Hoffmann (PTSV Jahn Freiburg).

Gesamtsieger des Laufcups Schwarzwald wurde Christian Smolka (ASC Marathon Friedberg) vor Ralf Breyer ( TV Tiengen) und Yannik Wohlfahrt (SV Waldkirch).

Bei den Frauen siegte Heike Dold (Team Eggenen). Nadja Falk-Kumanska und Elodie Robert (Tri Team Freiburg) belegten die beiden restlichen Podestplätze.