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25. Juni 2012

Tennis: Oberliga-Derby

Freiburger TC bestätigt Favoritenrolle gegen Mengen

7:2-Derbysieg gegen Mengen / Schönberg gewinnt das Duell der Reserven gegen Villingen mit 6:3.

  1. Veronika Zatekova, die Spitzenspielerin des TC Mengen, versuchte es spannend zu machen, unterlag beim FTC aber mit 3:6, 2:6. Foto: Günther Jassok

TENNIS. Die Spielerinnen des Freiburger TC haben ihre Favoritenrolle im Oberliga-Derby gegen den TC Mengen bestätigt und den Aufsteiger mit 7:2 nach Hause geschickt. Im Duell der Regionalliga-Reserven bezwang der TC Schönberg mit 6:3 den TC BW Villingen, während die erste Mannschaft des TCS in Offenbach keinen Stich hatte.

"Es ist gekommen wie erhofft", fasste Frank Weller, der Trainer des Freiburger TC, das Match gegen Aufsteiger Mengen zusammen. "Wir waren dank unserer Spielstärke im Vorteil und sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden." Bereits nach den Einzeln hatte der FTC die Begegnung für sich entschieden. Einzig Nina Belbl verlor ihr Spiel gegen die starke Lina Brand. Im Spitzenspiel sah es zunächst spannend aus: Veronika Zatekova, die Mengener Nummer eins, schien Jeannine Prentner fordern zu wollen. Am Ende behielt aber die Finalistin von Erzincan mit 6:3, 6:2 klar die Oberhand. Die Vizemeisterschaft in dem türkischen Turnier habe Prentner die Selbstverständlichkeit für ihr Spiel verliehen, sagte Weller, den die Deutlichkeit der Siege doch überraschte – "zumal uns Simone Breitmaier und Franziska Saar fehlten". Im Spitzendoppel führte der FTC gerade mit 6:3, 4:2, als sich Lina Brand den Fuß verletzte und abbrechen musste. Im Dreier-Doppel holten Isabella Kaufmann und die ins Team gerückte Lisa Hug den zweiten Matchpunkt für Mengen. Die Mannschaft von Trainer Christian Fischer-Gissot ist damit auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, hat aber noch zwei Chancen, dem drohenden Abstieg zu entgehen. Gleich am kommenden Wochenende muss der TC Mengen zum direkten Konkurrenten TC Konstanz.

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Die zweite Mannschaft des TC Schönberg ist dem Klassenerhalt nach dem 6:3 gegen BW Villingen II wieder ein Stück näher gerückt. "Wir hatten eine ganz gute Mannschaft auf die Beine gestellt, mit der Französin Margot Decker", gab TCS-Cheftrainer Uli Hanser als einen Grund für den Erfolg an. Eine weitere Ursache wurde allseits eher als betrüblich empfunden: Denn das Villinger Jungtalent Diane Friedrichs verletzte sich im Spiel gegen Carolin Keller beim Stand von 6:5 im ersten Satz. Damit hatte Schönberg auch einen Punkt in den Doppeln bereits sicher, da die Gäste nur zu sechst angereist waren. Zuschauer und Spielerinnen litten aber deshalb nicht weniger mit Diane Friedrichs mit, die sich für die deutsche Jugendmeisterschaft in Ludwigshafen qualifiziert hatte und wegen ihrer Verletzung nun nicht teilnehmen kann. "Obwohl der Sieg schon klar war, war es wichtig, auf ein höheres Ergebnis zu spielen", sagte Hanser und erinnerte daran, dass in der Abrechnung jeder Matchpunkt noch wichtig werden kann. "Gut, dass sich Laura Schüle und Jessica Kunzelmann ins zweite Doppel gebissen haben und noch einen Punkt zum 6:3 geholt haben!"

Beim vorerst letzten Auftritt in der Regionalliga Süd-West gab es für den TC Schönberg nichts zu gewinnen. 0:9 endete die Partie bei der TSG Bieber-Offenbach. "Meine Hoffnung, dass Offenbach vielleicht etwas Dampf herausnimmt und eine schwächere Mannschaft aufbietet, hat sich nicht erfüllt", musste Hanser erkennen. Die TSG trat in kompletter Besetzung an. Mit dieser Erkenntnis konnten sich die Freiburgerinnen, deren Abstieg bereits feststand, nach dreistündiger Anreise im Bus nicht mehr motivieren. "Da ging gleich die Klappe herunter", formulierte es Uli Hanser. Da jener das zeitgleich spielende Oberliga-Team anleitete, wurde er in Offenbach von Aki Göttsching vertreten. Göttsching kam somit in den Genuss, nach langer Zeit Spiele seiner beiden Töchter Franziska und Hanna verfolgen zu können. In den Einzeln konnte allein Daniela Stoyanova mithalten und ihre gute Saisonleistung bestätigen; sie unterlag erst im Match-Tiebreak (0:6, 6:4, 7:10). Zu den Doppeln trat Schönberg allerdings nicht mehr an; die Niederlage und der letzte Tabellenplatz waren den Freiburgerinnen ohnehin sicher, und da auch die Gastgeber sich weder verbessern noch verschlechtern konnten, war auch nicht von Wettbewerbsverzerrung zu reden.

Autor: Jürg Schmidt