Zeit zum Vokabeln lernen

Christian Engel

Von Christian Engel

Mi, 16. Mai 2018

Hockey

Hockeyfrauen siegen zwei Mal, Männer wie immer mit Remis.

HOCKEY (chen). Oberliga Frauen: 1844 Freiburg – TSV Mannheim II 1:0; SSV Ulm – 1844 Freiburg 0:2. Es gibt Spieltage, an denen ärgert man sich als Torwart, dass man die Vokabelkarten nicht eingepackt hat. Während der zwei Partien hätte Keeperin Carlita Stauber den halben Spanisch-Deutsch-Langenscheidt auswendig lernen können, so viel, besser, so wenig hatte sie tun. "Defensa" hätten die Innenverteidigerinnen sie abgefragt – und Stauber hätte "Abwehr" gerufen und alle hätten herzlich gelacht: Denn "Abwehr" musste eigentlich niemand rufen, weil alles ausschließlich vorne ablief.

Die Offensive war in Spiellaune, da hätte jedes Casino der Welt die reinste Freude an ihr gehabt. Nur ein Problem bei den Hockeyfrauen von 1844: Sie machen zu wenig Tore. Gegen Mannheim traf einzig die herausragende Clara Böckmann. Fast schon ein Tormonsun für Freiburger Verhältnisse war es dann gegen Ulm: Inga Bartels netzte nach einer Viertelstunde ein mit einem satten Schlag, Eckenspezialistin Fridde Jagau ließ sich bei der Schlussecke nicht zweimal bitten. "Uno, dos, … ", hätte das Team nach dem Schlusspfiff seiner Torhüterin zugerufen und Stauber hätte weitergezählt: "Tres!" – und das ist dann auch der Tabellenplatz, auf dem Freiburg derzeit liegt: drei.

Regionalliga Männer: HC Heidelberg – 1844 Freiburg 2:2. Hätten die Männer rein zufällig auch Zeit zum Spanischlernen gehabt, sie hätten sich zwei Dinge merken müssen: "Empate" und "como siempre", denn: Am Ende stand es Unentschieden, wie immer. Aber Zeit für Vokabeln blieb nicht, die Partie war zu flott. 1844 gelang ein Frühstart: Leon Martini nutzte nach drei Minuten einen Siebenmeter, den Veit Wasserfuhr rausgeholt hatte. Im Anschluss bekamen die Gastgeber mehrere Strafecken, von denen sie zwei verwandelten. Julian Beck rettete eine Viertelstunde vor Schluss einen Punkt. Unentschieden, wie immer derzeit.