Die Abwehrkünstler erwartet ein offensives Feuerwerk

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 18. Mai 2018

Inline-Skaterhockey

Bereits am Freitag steigt das Skaterhockey-Derby in der zweiten Bundesliga zwischen den Breisgau Beasts und dem HC Merdingen.

INLINESKATERHOCKEY (BZ). Premiere für die Breisgau Beasts: Erstmals in der Vereinsgeschichte tragen die Freiburger Inlineskaterhockeyspieler ein Heimspiel in der zweiten Bundesliga an einem Freitag aus. Anlass ist zum einen die notwendige zweiwöchige Grundreinigung der Jahnhalle, zum anderen der attraktive Gegner: Der aktuelle Tabellenführer HC Merdingen gibt seine Visitenkarte im Stadtteil Zähringen ab.

Das Skaterhockey-Derby ist in jedem Jahr ein Highlight im Spielkalender, auch wenn die Bilanz für die Freiburger mehr oder weniger ernüchternd ist. Von bisher zehn Vergleichen der beiden Teams konnten die Beasts nur ein einziges gewinnen. Das war 2015. Entsprechend klar ist die Favoritenrolle verteilt. Hier das Offensivfeuerwerk vom Tuniberg, alleine Kinderknecht und Linsenmaier haben in sechs Spielen mit 39 Toren fast so viele Treffer erzielt wie das ganze Freiburger Team in fünf Spielen zusammen (48); dort die defensivstarken Freiburger, die bisher nur zwei Spiele (beide auswärts mit einem Tor Unterschied) verloren haben.

Merdingen thront fast schon gewohnt an der Spitze mit nur einer Niederlage beim Topfavoriten Augsburg. Die Merdinger, die in der vergangenen Saison am letzten Spieltag noch das sicher geglaubte Play-off Ticket verspielten, haben sich in dieser Saison einen Playoff-Platz zum Ziel gesetzt und wollen sich hier auch das Heimrecht sichern, das es bei einem der ersten zwei Plätze gibt. Bisher spricht der Saisonverlauf klar für die Panther.

Doch auch in Freiburg ist man zufrieden mit dem bisherigen Leistungen: Alle drei Heimspiele wurden souverän gewonnen. In Spaichingen und Schwabmünchen tun sich die Auswärtsteams traditionell schwer, weiß Beasts-Kapitän Luis Dischinger: "Die beiden knappen Niederlagen auswärts haben schon weh getan, weil wir so nah dran waren. Aber generell sieht man in dieser Saison, dass wir mit jedem Team der Liga mithalten können."

Die Vorzeichen für das Derby stehen bei den Gastgebern allerdings nicht so gut: In Mirko Sacher fällt sowieso schon ein Schlüsselspieler die komplette Saison verletzt aus, Enrico Saccomani steht jetzt ebenfalls nicht mehr zur Verfügung, was Trainer Dirk Müller zu kompensieren versucht: "Viele Spieler haben sich positiv entwickelt, so dass wir versuchen müssen, die verlorene Qualität mit Teamgeist und Disziplin auszugleichen und die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen." Der 38-Jährige sieht den Lösungsansatz damit im Kollektiv.

Besonders pikant: In Kinderknecht, Grünholz, Issler und Trainer Anton Bauer sind vier ehemalige Beasts-Akteure auf Merdinger Seite dabei. "Dass die Jungs gegen uns nicht mehr besonders motiviert werden müssen, ist ja klar", weiß Müller. Und fügt lächelnd hinzu: "Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen." Am Samstag und Sonntag treten die Beasts dann beim internationalen Badgers-Cup in Spaichingen an, wo sich Mannschaften aus sechs Nationen zum 5. Mal um die Trophäe streiten.

Die Gäste aus Merdingen greifen nach etwa drei Wochen Pause wieder ins Spielgeschehen ein. Durch die Auswärtsniederlagen von Spaichingen ist der HCM dennoch weiterhin auf dem ersten Tabellenplatz und möchte diese Position durch ein Erfolgserlebnis in Freiburg gerne ausbauen. Der HCM kann bis auf den verletzten Robert Peleikis auf den vollen Kader zählen und geht dementsprechend motiviert ins Duell beim Freiburger Nachbarn. Nach dem Auswärtssieg in Spaichingen wäre es für den HCM sehr wichtig, auch in Freiburg zu punkten.

Der Respekt vor den Beasts und ihren bisher guten Saisonresultaten ist jedoch da. Die Freiburger sind erfahrungsgemäß sehr heimstark, viele Konkurrenten um die Playoff-Plätze haben in den vergangenen Jahren Punkte in der Jahnhalle gelassen. HCM-Stürmer Dennis Schopp weiß: "Die meisten Topmannschaften gewinnen zu Hause ihre Spiele. Daher sind Auswärtspunkte Bigpoints, die wir am Ende der Saison brauchen."

Spielbeginn des Derbys ist am Freitag um 20 Uhr, Einlass von 19 Uhr an.