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BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 18. Mai 2018

Volleyball

Freiburger U-20-Volleyballer schmettern sich bei DM auf Rang acht.

VOLLEYBALL (BZ). Ambitionierte Nachwuchsarbeit zählt zu den großen Herausforderungen eines Sportvereins. Leistungsschwankungen, Motivationsprobleme, die schulische Belastung und pubertäre Entwicklungsschübe lassen viele Jugendtrainer verzweifeln und so manches Konzept frühzeitig scheitern. Wer es hier zwei oder drei Jahre schleifen lässt, muss häufig wieder bei null anfangen.

So gesehen ist es bereits eine große Leistung, dass sich die Volleyballer der FT 1844 Freiburg seit sieben, acht Jahren regelmäßig mit mindestens einem Jugendteam für eine deutsche Meisterschaft qualifizieren. Die kontinuierliche Basisarbeit von Jugendtrainer Daniel Raabe genießt national hohes Ansehen. In dieser Saison schaffte die männliche U20 den Sprung zur DM. In Oldenburg schmetterte sie sich am vergangenen Wochenende unter die top Acht in Deutschland.

Zwei Dinge machen den achten Platz für den FT-Jahrgang 1999/2000 außergewöhnlich: Erstens hielt das Team um Zuspieler und Kapitän Tom Kaufhold am ersten Tag selbst mit einem Titelkandidaten wie dem VC Gotha mit, verlor hier erst im Tiebreak mit 1:2-Sätzen und gewann ansonsten alle Spiele (2:0 gegen den Schweriner SC, 2:1 gegen die VSG Hannover und die TG Mainz-Gonsenheim).

Wäre Diagonalangreifer Paul Botho am zweiten Tag wegen einer Verletzung an der Schlagschulter nicht ausgefallen, hätte es im Viertelfinale gegen den späteren Vizemeister L.E. Volleys Leipzig vielleicht anders ausgesehen (0:2). "So fehlten uns die Wechseloptionen auf manchen Positionen, und am Ende war der Kräfteverschleiß immens", begründete Trainer Florian Schneider die folgenden Niederlagen in der Platzierungsrunde gegen den ASV Dachau und Schwerin (beide 0:2).

Zweitens waren die Freiburger unter den Viertelfinalisten wohl die einzige Mannschaft, die ausschließlich mit Eigengewächsen antrat. "Manches Topteam kam einer Verbandsauswahl gleich", stellte Schneider fest. Der Titel ging wie im Vorjahr an den TSV Unterhaching, der Leipzig im Finale mit 2:0 bezwang.