NACHSPIEL

lab,bz

Von Lars Blümle & BZ-Redaktion

Mo, 21. November 2016

Oberliga BaWü

HANDBALL OBERLIGA FRAUEN

Lehrstunde erhalten

TuS Metzingen II – TuS Ottenheim 39:26 (23:12) (lab). "Zwei Stunden Hinfahrt, eine Lehrstunde erhalten, zwei Stunden Heimfahrt", so beschrieb Ottenheims Coach Jochen Baumann die Niederlage beim Tabellenführer. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die Bundesligareserve, wie eine Lehrstunde aussieht. Die Ried-Sieben spielte zu wackelig und ohne das nötige Selbstvertrauen, wie es Baumann ausdrückte: "In den ersten 15 Minuten sind wir schwindelig gespielt worden". Ab der 22. Spielminute zogen die Gastgeberinnen noch einmal an, und binnen sieben Minuten von 15:9 auf 22:9 davon. Ganz unzufrieden war Ottenheims Trainer Jochen Baumann jedoch nicht, weil sein Team zumindest die zweite Halbzeit "freundlicher" gestalten konnte. "Im Endeffekt haben wir uns noch gut aus der Affäre gezogen", so Baumann, der hinzufügte: "Metzingen ist für mich eine andere Welt". Durch eine offensive Abwehr und lange Angriffe konnte man zumindest ansatzweise dagegenhalten, "sonst hätte es ein Debakel gegeben".

TuS Ottenheim: C. Geppert, Schnak 1, Rheinberger 3, Herrmann 1, V. Karkossa 2, Gerhlein 5, Ganter 2/1, Makelko 4, P. Karkossa 4/1, Hoppen 1, L. Geppert 3. Spiel-Film: 0:1, 2:1, 7:2 (9.), 9:5, 12:7 (18.), 15:9 (22.), 22:9, 23:12 - 29:13 (37.), 34:16, 35:20 (50.), 37:23, 39:26.


SÜDBADENLIGA FRAUEN

Starke zweite Halbzeit

TuS Steißlingen – TV Lahr 25:35 (16:16) (aks). Die zweite Halbzeit bot ein komplett anderes Bild: Die Lahrerinnen zeigten Tempohandball und die Gastgeberinnen konnten nicht mithalten. Auch die Abwehr stand sattelfest, nur neun Mal wurde Torfrau Katharina Himmelsbach in den zweiten 30 Minuten überwunden. Zehn Minuten vor Schluss, bei einer Neun-Tore-Führung, begann Lahrs Trainer Gregor Roll mit dem Durchwechseln. "In der ersten Halbzeit sind wir gut gestartet, haben dann aber stark nachgelassen und zu viele technische Fehler gemacht", kommentierte der Trainer. "In der zweiten Halbzeit sind wir dynamisch in die Lücken gegangen und waren so erfolgreich. Da haben wir zu unserer Stärke zurückgefunden, auch wenn ich mit den letzten fünf Minuten nicht zufrieden sein kann", so Roll weiter.

TV Lahr: Himmelsbach; Steinmetz 9/5, Kaufmann 7, Wansidler 5, Möller 5, Beathalter 4, Bendrich 3, Karl 1, Frank 1, Kern, Wurth. Spiel-Film: 2:5, 3:7, 7:8 (12.), 10:13 (19.), 16:16 – 16:21 (36.), 19:26, 20:29 (50.), 22:33, 25:35.

LANDESLIGA SÜD

Spannend gemacht

TuS Ringsheim – TV Brombach 26:25 (13:12) (daw). Durchatmen war angesagt in der Ringsheimer Kahlenberghalle nach dem knappen Heimsieg. TuS-Trainer Volker Klatt war in seiner Analyse danach hin- und hergerissen zwischen Lob und Kritik. Auf der einen Seite spielten seine Schützlinge anders als in der Wochen zuvor ihre Angriffe ruhiger und disziplinierter aus, auf der anderen Seite aber verpassten sie es an mehreren Stellen, vorentscheidend davonzuziehen. Es haperte in dieser Partie, die mehr kämpferisch denn spielerisch daherkam, an der Chancenverwertung des TuS. So wurde es in den Schlussminuten nochmals richtig spannend. Dominik Köbele erzielte rund zweieinhalb Minuten vor Schluss die 26:25-Führung für den TuS, die dieser dann mit viel Einsatz über die Zeit brachte. "Das Entscheidende sind am Ende die zwei Punkte, mit denen wir auch die weiße Weste in eigener Halle verteidigt haben", sagte Volker Klatt.

TuS Ringsheim: Chaloupka; Feist 4, Köbele 2, G. Kaufmann 5, Schwende, Buchmiller, Grafmüller 4, Stocker 2, Eder 2, Hildebrand 3, Klausmann 1, Blum, Stöcklin 3/2. Spiel-Film: 2:2, 4:4, 5:8 (17.), 9:9 (21.), 12:12, 13:12 – 15:15, 17:17, 20:18 (44.), 22:20, 22:22 (52.), 24:22, 24:24 (56.), 25:24, 25:25, 26:25 (58.).


FAUSTBALL 1. BUNDESLIGA

Nur harte Kost

FBC Offenburg – MTV Rosenheim 5:3; TV Käfertal – FBC Offenburg 5:1 (mli). Offenburgs Bundesliga-Faustballer waren ehrlich genug neben der Freude über den ersten Saisonerfolg in der Halle, kritisch mit ihrer Leistung umzugehen. "Wir konnten nur selten unser eigenes Angriffsspiel effektiv aufziehen und waren permanent unter Druck", zog Abwehrspieler Thomas Häusler ein ernüchterndes Fazit. "Es gab nur harte Kost." Die Heimpremiere am Samstag mit dem 5:3 gegen den MTV Rosenheim (11:7, 8:11, 9:11, 11:5, 9:11, 11:6, 11:4, 11:4) schien sich nach dem 2:3 in die falsche Richtung zu entwickeln. Im weiteren Verlauf zeigten sich die Hausherren aber als Team gefestigt. Unterstützt von zahlreichen Eigenfehlern der Bayern konnten sie die weiteren drei Sätze alle klar für sich gestalten und fuhren so die ersten Punkte der Saison ein. Am Sonntag starteten die Offenburger spielerisch verbessert. Allerdings stand mit dem TV Käfertal auch eine spielstarke Mannschaft gegenüber, so wunderte die 1:5-Niederlage (11:8, 11:5, 9:11, 11:6, 12:10, 11:5) kaum. Im dritten Durchgang hatten die Offenburger das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite und schafften den 1:2-Satzanschluss. Doch das war es. Mit zunehmender Spieldauer wuchs der Druck, den die Ortenauer durch einen möglichen weiteren Satzgewinn nicht mehr verringern konnten.

RINGEN OBERLIGA

Eine herbe Enttäuschung

RSV Schuttertal – KSV Appenweier 16:18 (eo). Der Mut wurde nicht belohnt. RSV-Trainer Stephan Krämer hatte sein Team auf einigen Positionen umbesetzt und lag eigentlich richtig mit seinen Maßnahmen. Angesichts der Tabellensituation war dem Team bewusst, dass ein Heimsieg ungemein wichtig war. Diesem Druck waren nicht alle Athleten gewachsen und so verlor der RSV in mehreren Duellen durchaus mögliche Punkte, deren Fehlen am Ende zu einer zu einer herben Enttäuschung führten. Dass die Gäste in den ersten Kämpfen klar in Führung gehen würden, war klar, wobei Felix Jenter mit seiner 0:3-Punkteniederlage gegen Sören Götz eine höhere Niederlage verhinderte.

Vor der Pause erhielt Martin Himmelsbach kampflos vier Punkte; Johannes Hummel schulterte Jan Wacker in der zweiten Minute. Der Schrecken stand allen ins Gesicht geschrieben, als Raphael Fehrenbacher, der im Vorkampf nur knapp verloren hatte, gegen Edgar Rauch auf die Schultern musste. Drei Minuten brachte Pascal Fehrenbacher gegen Franco Kovacs kein Bein auf den Boden und lag mit 2:10 zurück. Seine Aufholjagd zum 11:11 und besonders seine gering bewertete letzte Aktion, wurden nicht belohnt, da Kovacs eine höhere Wertung vorweisen konnte. Josef Meßners Mühen des Abtrainierens wurden nicht belohnt. Er fand gegen Johannes Kiefer nicht die Linie, die zum Erfolg führte und unterlag. Die Gäste gingen damit uneinholbar in Front.