Nur vier Zentimeter fehlen zur Medaille

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Mo, 30. Juli 2018

Leichtathletik (regional)

Lukas Kerzendörfer wird Weitsprung-Sechster bei Jugend-DM.

LEICHTATHLETIK (zok). Bei hohen Temperaturen ist eine frische Brise in der Regel angenehm. Für Sportler erhöht sie gegebenenfalls jedoch den Schwierigkeitsgrad. Diese Erfahrung mussten die Weitspringer bei der deutschen Jugend-Meisterschaft in Rostock machen. Schwierige Windverhältnisse begleiteten den Wettkampf der U 18, "einfach war es nicht", sagte Lukas Kerzendörfer vom TuS Lörrach-Stetten, "aber alle hatten die gleichen Bedingungen." Mit diesen kam der 17-jährige Steinener gut zurecht, er wurde DM-Sechster mit 6,69 Metern. Auf die Bronzemedaille (Wilhelm Kurschus/SC Berlin) fehlten Kerzendörfer nur vier Zentimeter. Doch allzu lange haderte er mit dem knappen Ausgang nicht, Platz fünf bis acht hatte er angepeilt, mit Rang sechs "bin ich sehr zufrieden".

Im 13-köpfigen Teilnehmerfeld hatte sich Kerzendörfer problemlos für das Finale der besten Acht qualifiziert, auf seine ersten beiden Versuche (6,53/6,50) ließ er im dritten Anlauf seinen besten Sprung folgen: 6,69 Meter, und das trotz 2,8 Metern Gegenwind pro Sekunde. Einzig sein vierter Versuch tanzte mit 6,32 etwas aus der Reihe eines konstanten Auftritts, welchen Kerzendörfer mit 6,47 und 6,59 abrundete. Als einer der wenigen Athleten verzeichnete er sechs gültige Versuche. U-18-Europameister Nick Schmahl (TSV Heiligenhafen) hingegen war nach drei ungültigen Sprüngen ausgeschieden.

Einzig der neue deutsche Meister Jaron Boateng (ART Düsseldorf/7,25) und Carl-Junior Mireku Boateng (Hamburger SV/6,98) konnten sich von der Konkurrenz absetzen, Rang drei und sieben trennten indes nur sechs Zentimeter.

An der DM startete Kerzendörfer zudem über 200 Meter, in 23,06 Sekunden verpasste er seine Bestzeit (22,97) knapp. "Ich wäre gerne unter 23 Sekunden gelaufen", sagte der Steinener, der sich mit Rang 36 von 53 Startern "mehr als zufrieden" zeigte. Schließlich war er mit seiner Bestzeit vor dem Wettbewerb auf Platz 57 von 58 gemeldeten Athleten gelistet.