Routine schlägt jugendlichen Elan

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 01. August 2018

Tennis

Grenzacher Dimitar Grabul gewinnt Tennis-Bezirksmeisterschaft / Vereinskollegin Tabea Toporzissek stößt bis ins Halbfinale vor.

TENNIS (BZ). Wenn junge, aufstrebende Talente die arrivierten Athleten herausfordern, verleiht dies einem Duell mitunter einen besonderen Reiz. Bei der Tennis-Bezirksmeisterschaft in Ehrenkirchen und Bad Krozingen behielt im Finalduell zweier Generationen der Routinier die Oberhand.

Dimitar Grabul vom TC 1923 Grenzach kann auf eine lange Karriere zurückblicken. Der 36-Jährige spielte Turniere unter anderem in Portugal, Tunesien, Bulgarien, Ägypten und in der Türkei. Noch immer schlägt Grabul, inzwischen belgischer Staatsbürger, für sein Heimatland Mazedonien im Davis Cup auf, als Trainer gibt er seine Erfahrung an junge Tennistalente weiter. In die Kategorie Nachwuchsspieler fällt auch Marvin Schaber vom TC Schönberg. Der 17-Jährige gilt in Baden als hoffnungsvolles Talent, in der deutschen U-18-Rangliste wird er auf Platz 19 geführt (Gesamt: 194.).

Bei der Bezirksmeisterschaft ergab das Duell der beiden Tennisgenerationen ein hochklassiges Endspiel. Schaber überzeugte mit druckvollem Spiel, doch war Grabuls Auftritt nicht nur von Routine geprägt, sondern auch von größerer Variabilität. Musste der Grenzacher im ersten Satz über den Tiebreak gehen, machte er im zweiten Durchgang den Finalsieg zügig perfekt (7:6, 6:2).

Auf dem Weg ins Endspiel hatte Grabul (LK 1) in vier Matches lediglich zwölf Spiele abgegeben, Schaber (LK 1) gar nur zehn. Wobei auch Schaber als Regionalliga-Stammkraft inzwischen über höherklassige Erfahrung verfügt, seine Bilanz bei seinem Debüt auf dritthöchstem Level (2:4) ist respektabel. Im Achtelfinale der Bezirksmeisterschaft schaltete Schaber den Grenzacher Marcel Rodewald (LK 7), in der Runde der letzten Vier Dominik König vom Oberligisten TC RW Tiengen (LK 1) jeweils 6:2, 6:1 aus. Auch Timo Ennen (Grenzach/LK 2) hätte auf Schaber im Viertelfinale treffen können, er schied jedoch in der zweiten Runde aus.

Bei den Frauen war Tabea Toporzissek zwar nicht unter den acht gesetzten Spielerinnen, das hinderte die Grenzacherin aber nicht am Einzug ins Halbfinale. Erst die an Nummer zwei gesetzte Veronika Zatekova (TC Schönberg, LK 1) beendete Toporzisseks Siegeslauf, die Badenliga-Akteurin und spätere Turniersiegerin gewann 6:3, 6:3. Zuvor war Toporzissek (LK 8), die mit dem TC 1923 die Rückkehr in die Oberliga gefeiert hat, in drei Matches ohne Satzverlust geblieben und schaltete die höher eingestuften Lea Hummel (TC Schönberg, LK 7) und Julia Hartwig (TEC Waldau, LK 3) aus.

Toporzisseks Teamkollegin Nicola Grether (LK 7) unterlag im Viertelfinale der an Eins gesetzten Celina Kortüm (TC Lorsch, LK 1). Die Schopfheimerin Angela Da Silva Guggenbühler (TC Schönberg) strich im Achtelfinale die Segel, Frieda Sutter (SV Schopfheim) in Runde eins.

Dimitar Grabul rundete mit seinem Titelgewinn eine erfolgreiche Sommersaison ab, im Juli hatte er mit Grenzach die Oberliga-Meisterschaft errungen. Nächstes Jahr spielt Grabul mit dem TC 1923 in der Badenliga und trifft dort auf Regionalliga-Absteiger Schönberg – mit Marvin Schaber. Das Duell der Generationen könnte dann in die nächste Runde gehen.

Weitere Ergebnisse, Männer: Benedikt Boll (TC Erzingen/2. Runde). Männer B: Marcel Assmann (TC Bad Bellingen), Julius Christian Thomassen (TC Rheinfelden/beide Achtelfinale). Männer C: Ole Messing (TC Steinen/Viertelfinale), Michael Kurth (TC Murg/Achtelfinale), Ulrich Lusche (TC Haagen/Runde 1). Männer 30: Dirk Eckert (TC Eggingen/Viertelfinale), Manuel Rieple (TC Langenau), Bernd Schirmer (TC Bad Säckingen/beide Achtelfinale), Holger Kyas (TC Rheinfelden/Runde 1). Frauen B/C: Anna Frey (TC Rheinfelden), Regine Reupert (TC Kandern/beide Vorrunde).