Tolle Jugendspiele beim Head-Cup

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Di, 31. Juli 2018

Tennis

Der Freiburger TC richtet zum 15. Mal das beliebte Turnier aus / 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland.

TENNIS. Zu einer schönen Tradition hat sich das Jugendranglistenturnier um den Head-Cup beim Freiburger TC entwickelt. Die meisten der 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die am Wochenende auf der Anlage des Freiburger Tennisclubs an den Start gingen, dürften sich an die Anfänge kaum erinnern; der FTC richtete das beliebte Turnier bereits zum 15. Mal aus.

Zum zweiten Mal zeichnete Eva Birkle-Belbl vom Klubmanagement des Freiburger TC für die Turnierleitung verantwortlich. Ihr Resümee fiel positiv aus: "Faire Spiele, viele Zuschauer, nahezu keine Arbeit für den Oberschiedsrichter – entspannt sportlich, so soll es sein." An drei Tagen verfolgte das zahlreich erschienene Publikum sehenswerte Jugendmatches. Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten den Weg an die Schwarzwaldstraße gefunden – sogar aus Dresden und Hamburg waren ambitionierte Spieler angereist.

Der Head-Cup gehört der Kategorie J-2 der Jugendranglistenturniere an. In zehn Konkurrenzen von der U10 bis zur U18 plus Nebenrunden wurden Spiele auf hohem Niveau geboten.

Vom Ausrichter Freiburger TC gingen 20 Spielerinnen und Spieler ins Rennen, und drei davon schafften es in den diversen Konkurrenzen unter die besten Drei. Für die schönste Überraschung aus Klubsicht sorgte Maximilian Schollmeyer: Er besiegte im Viertelfinale der U14 den zweitgesetzten Mika Granitzer vom Lokalrivalen TC Schönberg mit 4:6, 6:2, 10:8 und spielte sich bis ins Finale. Dort traf er auf den topgesetzten David Fix (TC Wolfsberg). Jener hatte im Halbfinale Jakub Kaminski vom TC Schönberg mit 6:2, 6:2 bezwungen. Die Nummer 48 der DTB-Jugendrangliste erwies sich als zu hohe Hürde für Schollmeyer. Fix gewann das Finale mit 6:1, 6:0 und sicherte sich den Head-Cup. Nichtsdestotrotz gratulierten die FTC-Verantwortlichen Schollmeyer zu seinem "Riesenerfolg".

Bei den U16 kam ein weiterer FTC-Spieler, Matthias McGuire, bis ins Viertelfinale. Am Ende gewann Moritz Schächer aus Backnang die Konkurrenz gegen Milan Konrad aus Lindau.

Der Vorjahressieger der U16, Lucas Schondelmaier vom TC Erdmannhausen, trat heuer in der Konkurrenz der U18 an und konnte sich auch dort durchsetzen. Im spannenden Finale gewann er gegen die Nummer eins der Setzliste, den Dresdner Paul-Philipp Schön, mit 7:6, 2:6, 10:8. Zuvor hatte sich Schondelmaier gegen die Lokalmatadoren Pirmin Häringer (Freiburger TC, Viertelfinale) und Tobias Dreher (TC Schönberg, Halbfinale) durchgesetzt.

Turnierleiterin Birkle-Belbl freute sich über die zehn Spielerinnen und Spieler ihres früheren Vereins TA VfL Sindelfingen, die um den Head-Cup kämpften. Eine davon erreichte dieses Ziel: Natalie Drobny entschied die Konkurrenz der U18 für sich. Romy Steegmüller unterlag im Halbfinale der U14 der topgesetzten Leonie Schondelmeier, die allerdings den Head-Cup nicht gewann. Dies blieb der Dresdnerin Clara-Marie Schön vorbehalten – im Halbfinale hatte sie Magdalena Kaminski, das Talent des TC Schönberg, ausgeschaltet (2:6, 6:2, 10:6).

In den Konkurrenzen der U12 setzten sich jeweils die Favoriten durch: Bei den Jungen holte Lukas Künze vom TC Hochdorf die Trophäe, bei den Mädchen Rieke Wendt vom TC Rheinfelden. Aus Rheinfelden stammt auch die Siegerin der U11, Linn Lehnen, die im Halbfinale die Nummer zwei der Setzliste, Kim Gysin, und im Finale die Nummer eins, Lilly Eberhardt, im Match-Tiebreak besiegte.

Bei den U10 wurde in Dreier- und Vierer-Gruppen gespielt. Stella Schwörer vom Freiburger TC holte die Trophäe, bei den Jungen unterlag Lasse Bohr (BW Villingen) dem Schopfheimer Arian Hasas.

FTC-Präsident Thomas Würtenberger und Vorsitzender Peter Welling nahmen die Siegerehrungen vor und lobten die reibungslose Turnierleitung von Birkle-Belbl und die professionelle Vorbereitung durch Werner Saile, der im Württembergischen Tennis-Bund schon für zahlreiche Jugendturniere verantwortlich zeichnete. Bezirksjugendwartin Renate Flamm betonte die Bedeutung von Turnieren wie dem Head-Cup für die Talente der Regio.