Vermutlich reicht eine Niederlage

uwo, gew

Von Uwe Rogowski & gew

Fr, 13. Juli 2018

Tennis

Ein Schritt noch: Der TC 1923 Grenzach steht vor dem Aufstieg in die Tennis-Badenliga.

TENNIS (uwo/sw). Die Konstellation ist oft besprochen: Die Grenzacher haben alles selbst in der Hand, gewinnen sie am Sonntag (11 Uhr) auch ihr letztes Saisonmatch in der Tennis-Oberliga gegen den TC Mengen, sind Meisterschaft und Badenliga-Aufstieg sicher.

Demut ist vor jedem Gegner angemessen, die Mengener zählen insbesondere seit sie ihre Schweizer Spitzenspieler regelmäßig im Aufgebot haben, zu den besten Mannschaften der Liga, warnt Fabian Beck, der Kapitän des TC 1923 Grenzach. Sein Team, der ungeschlagene Tabellenführer, zeigt allerdings null Anzeichen, auch nur einen Hauch nachzulassen, die Grenzacher wirken schwer verwundbar und haben zu keinem Zeitpunkt der Saison etwas von ihrer Souveränität eingebüßt. Keine Schwachstellen, keine sicheren Punkte für die Gegner.

Auch beim Tabellenletzten Nicolai Konstanz gab es zuletzt keinen Spannungsabfall, Beck und Co. gaben keinen Satz ab und haben ihre ohnehin besten Chancen noch einmal erhöht, fast maximiert. Selbst eine Niederlage in überschaubarer Höhe am Sonntag auf heimischer Anlage sollte reichen. Bei einem 4:5 müsste der TC RW Tiengen parallel schon 9:0 gewinnen, um noch vorbeizuziehen. Nur der Tabellenzweite kann die Grenzacher noch überflügeln, doch die Tiengener spielen beim Dritten Überlingen, und wer Haus und Hof auf einen Kantersieg der Gäste setzt, dürfte am Sonntag ruiniert sein.

Für die Tiengener ist die Meisterschaftsfrage ohnehin seit Wochen keine mehr. Der TC RW will sich den zweiten Platz sichern. Christoph Back, der Trainer der Tiengener, wäre hocherfreut, wenn das klappt. Gewinnen die Rot-Weißen am Sonntag beim TC Überlingen (3.) oder verlieren sie knapp, wären die Überlinger auf Distanz gehalten.

Tiengen reicht in Überlingen ein 3:6 für Platz zwei

"Eine 3:6-Niederlage würde uns reichen. Wir wollen aber nicht rechnen, sondern gewinnen", sagt Back.

Zurück im Team ist Simon Glöckner, der zuletzt aus beruflichen Gründen in drei Spielen fehlte. Die Tiengener werden allerdings nur einen Ausländerplatz in Anspruch nehmen – wahrscheinlich durch den Schweizer Oliver Mrose. Es sollen alle eigenen Spieler zum Einsatz kommen. "Zuletzt beim knappen Sieg gegen den SSC Karlsruhe haben wir gesehen, dass wir taktisch und mental noch nicht gefestigt sind", sagt Trainer Back.

Währenddessen bangen die Frauen des Clubs um den Verbleib in der Oberliga. Dass der TC RW Tiengen zum Saisonfinale am Sonntag beim Freiburger TC, der den Titel fast sicher hat, mit einem Sieg überrascht, mag Trainer Tim de Heer kaum glauben. Läuft alles normal, wird es die fünfte Niederlage geben.

Eng könnte es für den Drittletzten in diesem Fall werden, wenn der Vorletzte TC Oberweier II beim TC Radolfzell gewinnt. Dann hätte der mit dem TC RW punktgleiche Konkurrent das bessere Matchpunkt-Verhältnis, würde Tiengen noch überholen und auf den vorletzten Platz verbannen: ein Abstiegsrang. "Normalerweise muss Radolfzell aber gewinnen. Ich vertraue darauf, dass sie dieses Spiel ernst nehmen", hofft Tim de Heer auf positive Kunde vom Bodensee.

In der ersten Bezirksliga müssen die Männer des TC 1923 Grenzach II zum TC Oberweier II (Sonntag, 9.30 Uhr), den bislang ungeschlagenen Tabellenführer. Die Erfolgsaussichten sind gering, so trifft es sich gut für die Grenzacher, dass der Klassenerhalt fast sicher ist, da die Konstellation in den oberen Ligen nur zwei Absteiger erwarten lässt.