Schwarzwälder Ski-Rennläufer

Triumph im Parallelslalom

Christel Siegmund

Von Christel Siegmund

Mi, 25. Januar 2017

Ski Alpin

Schwarzwälder Rennläufer gewinnen Team-Rennen am Tegernsee / 130 Starter bei der alpinen Talentiade in Todtnau-Fahl.

SKI ALPIN. Mit fünf Rennläufern war der Jugendkader des Skiverbands Schwarzwald (SVS) bei den Rennen der Deutschland-Pokal-Serie am Ödberg in Ostin am Tegernsee am Start. Bei kalten Temperaturen und eisiger Piste trat das Quintett unter Flutlicht zum Nacht-Riesenslalom an. Nicht nur die ungewohnten Lichtverhältnisse, sondern auch eine durch vorhergegangene Rennspuren unruhige Piste und eine enge Kurssetzung für die langen Riesenslalom-Ski forderten die insgesamt 125 alpinen Rennläufer.

Die 17-jährige Lena Soehnle vom SC Bad Säckingen legte schon im ersten Durchgang mit der viertschnellsten Laufzeit den Grundstein in ihrer Lieblingsdisziplin, fiel jedoch durch einen Fahrfehler im zweiten Lauf noch auf Rang fünf zurück. Der Parallelslalom am Sonntag war dann ganz nach ihrem Geschmack und mit zweimal Laufbestzeit sicherte sie sich den obersten Platz auf dem Stockerl.

Bei den jungen Männern überzeugte Luis Diehm vom SC Neustadt, der sich in einem ganz engen Ergebnisfeld auf Gesamtrang 18 unter 74 gewerteten Fahrern positionieren konnte. In der U18-Klasse bedeutete dies Platz sechs. Luis Wohlschlegel (Skizunft Rheinfelden) wurde 25., dicht gefolgt von Tobias Gritsch (SC Waldshut), der sich nach langer Wettkampfpause mit Rang 27 im Renngeschehen zurückmeldete.

In der Einzelwertung des Parallelslaloms sah mit Ausnahme von Lena Soehnle keiner der Jugendfahrer das Ziel. Als Team durften die Schwarzwälder Rennläufer aber wieder im Parallelslalom antreten und konnten sich sensationell gegen das Team des amtierenden deutschen Meisters aus Albstadt durchsetzen und die Gastwertung trotz Unterzahl (es fehlte eine zweite weibliche Starterin), gewinnen.

SVS-Jugendtrainer Thomas Burda zeigte sich sehr erfreut über die Erfolge seiner Athleten: "Wir bieten bis zu dreimal in der Woche ganztägig und in einer Trainerkooperation auch noch an zwei Nachmittagen Training am Feldberg an." Schule und Sport ließen sich individuell vereinbaren und das zahle sich zunehmend in guten Leistungen aus.

Bemerkenswerte Platzierungen gab es für die zehn- bis zwölfjährigen Schwarzwälder Skitalente beim Kids-Cross im Rahmen der VR-Talentiade, die Thomas Burda als Rennleiter mit der IG Alpiner Rennsport Hochschwarzwald, unterstützt von der Volk- und Raiffeisenbank Freiburg auf der Weltcuppiste in Todtnau-Fahl ausgerichtet hat. Bei besten Schnee- und Wetterbedingungen stand am Auftakttag ein Vielseitigkeitsslalom für die knapp 130 Starter der U12-Klasse aus den drei baden-württembergischen Skiverbänden auf dem Programm. Beim Slalom hatten die Kurssetzer die mit einer kleinen Sprungschanze gespickten neuen Weltcupelemente in altersgerechter Form als fairen Kurs auf den Fahler Hang gesetzt, der von allen Athleten gut gemeistert wurde. Dank der Penalty-Regel, die jedem Rennläufer, auch wenn er im ersten Lauf ausscheidet, den Start im zweiten Durchgang mit einem Zeitzuschlag ermöglicht, sah die große Zuschauermenge engagierte Starter, die zum Teil schon mit erstaunlichem skifahrerischem Können den schwierigen Hang bewältigten.

Faire Kurse bei der VR-Talentiade am Ahornbühl

Besonders gut gelang das einem Schwarzwälder Mädchen-Trio: Electra Weiler (Skizunft Elzach), Alessia Panduritsch (TuS Gutach) und Emilia Broglin (Skiteam Freiburg), mussten zwar an diesem Tag noch den Schwäbinnen Jana Fritz und Laila Illig den Vortritt lassen, fuhren aber als Dritte, Vierte und Sechste in die Top-Ten. Die Todtnauerin Romi Herrmann wurde Siebte, Stefanie Gfrörer (SC Menzenschwand) wurde als 13. gewertet im 45-köpfigen Starterfeld.

Bei den Jungs fuhr der Schwenninger Lukas Krauss wie schon im Vorjahr in einer eigenen Klasse und entschied die Wettbewerbe an beiden Tagen souverän für sich. Leo Scherer (Skiteam Freiburg) und Moritz Wiesler (SC Münstertal) vervollständigten das Riesenslalom-Podest. Pirmin Burger (SZ Elzach), Paulo Fritschi (SC Baar Donaueschingen) und Nico Burda (IAR Hochschwarzwald) belegten die Plätze vier bis sechs.

Bei ebenfalls besten Bedingungen stand am Sonntag der Riesenslalom auf dem Plan, für den Rennleiter Thomas Burda einen anspruchsvollen Kurs mit Super- G-Elementen zur Erhöhung des Grundtempos, gefolgt von technischen Elementen, gesetzt hatte. Alessia Panduritsch fuhr mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen zum Klassensieg, Emilia Broglin sicherte sich mit einem furiosen zweiten Lauf Rang zwei im Endklassement. Electra Weiler fuhr mit 19 Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang vier. Stefanie Gfrörer und Jana Schoch schafften als Siebte und Neunte ebenfalls den Sprung in die Top Ten.

Pirmin Burger ließ den Vortageszweiten Leo Scherer hinter sich und erreichte als Dritter einen Podestplatz, Nico Burda blieb nur vier Sekunden hinter der Siegerzeit zurück und wurde Fünfter, Henri von Maltzahn und Moritz Wiesler wurden Neunter und Zehnter. Der am Vortag gestürzte Kevin Schmidt von der SZ Bernau wurde Zwölfter.