Mountainbike-Etappenfahrt endet in einem Matschloch

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 12. Juni 2018

Mountainbike

Georg Egger vom Team Lexware wird zum Sieger erklärt / Lina Riesterer in der Nachwuchs-Bundesliga auf den Rängen fünf und elf.

MOUNTAINBIKE (goll). Georg Egger vom Kirchzartener Lexware-Mountainbike-Team hat in Serbien das Etappenrennen in Novi Sad gewonnen. Es ging gut los für Georg Egger. In der Vojvodina gewann er zum Auftakt das Zeitfahren, 43 Sekunden vor dem Ungarn Marton Dina. Selbstbewusst ging es in den zweiten Tag. Da stand ein Short-Track-Rennen auf dem Programm. Egger hielt sich klug zurück und übernahm zwei Runden vor Schluss erstmals die Führung. Er feierte seinen zweiten Etappensieg mit zwei Sekunden Vorsprung auf den Slowenen Rok Naglic.

Für den verbleibenden, 60 Kilometer langen Marathon, waren die 45 Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung eigentlich kein Ruhepolster. Doch das Etappenrennen endete kurios in einem riesigen Matschloch. Nach fünf Kilometern fuhr der MTB-Tross in eine vom Regen durchnässte Passage, die nicht mehr fahrbar war. "Es gab auch keine Markierungen mehr", so Egger.

Das ganze Feld kehrte mit verdreckten Rädern wieder um. Im Start-Ziel-Bereich gab es nicht genügend Waschplätze, um die Bikes aller Fahrer rasch wieder sauber zu bekommen. Nach einigen Diskussionen entschied der zuständige Kommissär, dass die Etappe abgebrochen wird und das Ergebnis vom Vortag als Gesamtergebnis gewertet wird. "Schade, ich habe mich frisch gefühlt und hatte Bock, zu fahren", sagte Egger. Auch wenn der Triumph einer finalen Zieleinfahrt ausfiel, so nahm der Mountainbiker dennoch zwei Etappensiege und 80 Weltranglistenpunkte mit nach Hause.

Lars Hemmerling (Team Lexware) bestätigte im Junioren-Rennen beim Drei-Nationen-Cup in Wetter/Ruhr seine Aufwärtstendenz. Er belegte beim Sieg von Leon Reinhard Kaiser (Monheim) Rang fünf 2:27 Minuten hinter dem Sieger. Sein Bruder Thore Hemmerling (Team Lexware) gewann in der Nachwuchs-Bundesliga den Slalomwettbewerb in der Kategorie U 17. Beim Cross-Country-Rennen tags darauf hatte Hemmerling Pech. In der Startrunde lag er mit einem Niederländer in Führung, ging dann auf die erste Runde und auch an erster Stelle in den ersten Singletrail. "Da hing nach zirka zehn Metern ein Flatterband quer über der Strecke", erzählte Hemmerling. Das Band wickelte sich um sein Pedal und fortan konnte der Saarländer nicht mehr mit dem Schuh einklicken. Erst in der dritten Runde löste sich das Band. "Ich konnte mich noch auf Platz sieben retten", so Hemmerling. Seine Teamkameradin Lina Riesterer aus Breitnau wurde Elfte, 5:12 Minuten hinter der Siegerin. Im Slalom hatte Riesterer den fünften Rang belegt.

Mit Rang acht hat Junior Jakob Niemeyer vom Breitnauer Team Freiburger Pilsner-Merida in Wetter an der Ruhr nicht das erreicht, was er sich erhofft hatte. "Ich war immer am Limit und als das Tempo verschärft wurde, konnte ich nicht mehr mitgehen", so Niemeyer. Seine Teamkollegen Ben Grupp und Sören Schneider überquerten die Ziellinie als 19. und 29.

Julian Schelb aus Münstertal hat den 42 Kilometer langen Waldhaus-Bike-Marathon in einem Sprintfinish nach 1:23,13 Stunden mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor Vinzent Dorn (Team Lexware) gewonnen. Dritter wurde Niklas Sell vor Johannes Bläsi, der wie Schelb für das Marderabwehr-MTB-Team startet. Olympiasiegerin Sabine Spitz war schnellste Frau (1:33,49). Sie siegte vor Janine Schneider (Cube Bikes).