Schwarzbauer überzeugt in U-23-Klasse mit Rang fünf

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Von Erhard Goller & BZ-Redaktion

Do, 07. Juni 2018

Mountainbike

Beim Swiss-Bike-Cup in Gränichen fährt Georg Egger ein couragiertes Elite-Rennen / Breitnauer MTB-Team enttäuscht.

MOUNTAINBIKE (goll). Luca Schwarzbauer vom Kirchzartener Lexware-Mountainbike-Team hat beim Swiss-Bike-Cup in Gränichen im U-23-Rennen den fünften Platz belegt, während Max Brandl verschiedene Probleme hatte und nur 16. wurde. Im Männerrennen zeigte Georg Egger eine couragierte Leistung und wurde als 18 notiert. Luca Schwarzbauer saß ähnlich erschöpft im Zielbereich wie vor acht Tagen in Nove Mesto. "Ich war mental stark, das ist für mich das Wichtigste", war sein erster Satz, nachdem er als Fünfter mit 49 Sekunden Rückstand auf Sieger Filippo Colombo (1:24:08) aus der Schweiz die Ziellinie passiert hatte. Colombo war Zweiter in Nove Mesto und in der letzten Runde gelang es Schwarzbauer, sich im Duell um Rang fünf gegen den Schweizer Joris Ryf durchzusetzen.

Der Nürtinger zog ein positives Fazit: "Die Beine waren nicht super, aber in Ordnung. Ich habe die vergangenen Tage lange Einheiten trainiert, auf das Rennen habe ich keine Rücksicht genommen. Insofern ist es schön, dass es am Ende so gut war", sagte Schwarzbauer. Seine Teamkollegen Vinzent Dorn, Jannick Zurnieden und Max Brandl belegten die Plätze 14 (3:26 Minuten hinter dem Sieger), 15 und 16. Der Rennverlauf von Max Brandl, der mit einem bandagierten Arm antrat, war kurios. In der Startphase konnte er nicht mithalten, lag nach einem Kilometer nur auf Rang 15. Die Teamkollegen Vinzent Dorn und Jannick Zurnieden kamen von hinten und Brandl beschloss, sich in den Dienst der Beiden zu stellen. In einem Asphaltanstieg leistete er Führungsarbeit, um zum nächsten Fahrer aufzuschließen. Das gelang auch. Brandl fuhr auf Platz elf nach vorne. Doch in der Schlussrunde ereilte ihn ein Reifendefekt, so dass er von Dorn und Zurnieden nochmals passiert wurde. Im Dreierpaket errichten sie das Ziel.

Vinzent Dorn war mit seinem Resultat durchaus zufrieden. "Es ist geil wieder Rennen zu fahren", befand der Kirchzartener, der wegen einer Entzündung lange pausieren musste. Im Eliterennen hatte es Georg Egger mit allen Schweizer Weltklassefahrern zu tun. "In den letzten drei Runden ging nichts mehr, die Beine waren leer. Ich bin nur noch im Trainingsmodus zu Ende gefahren", so Egger. Er wurde 18. mit 6:31 Minuten Rückstand auf Sieger Lars Forster (1:36:15). Das war kein Vorzeigewochenende für das Freiburger Pilsner Merida-Team aus Breitnau. Nur drei der elf Fahrer von Teamleiterin Andrea Gutmann waren am Start, alle anderen legten eine Rennpause ein, waren krank oder verletzt. Und die Erwartungen von Simon Gutmann (Breitnau), Ben Grupp (Unterensingen) und Jakob Niemeyer (Offenburg) erfüllten sich bei ihren Renneinsätzen nicht.

U-19-Fahrer Jakob Niemeyer war beim Rennen der Junior-World-Series in Gränichen am Start und fuhr in einem starken Feld mit mehr als 100 Teilnehmern auf Rang 25. "Ich hatte gehofft, ein bisschen weiter vorne zu landen. Aber es geht in die richtige Richtung", so der 18-Jährige, der 40 Junior-Series-Punkte gutgeschrieben bekam. Ben Grupp (U 19) wollte UCI-Punkte in Kocevje (Slowenien) einsammeln, verpasste dieses Ziel als Zwölfter aber knapp. Für Simon Gutmann (Elite Männer) lief es bei hohen Temperaturen beim MPDV-Cup (ehemals LBS-Cup) nicht gut. Er kam in seiner Klasse auf Rang zehn. "Die Hitze machte mir zu schaffen", so der 22-Jährige und fügte schmunzelnd hinzu: "Hochschwarzwälder kommen damit nicht so gut klar."