Stiebjahn als Dritter auf Rang eins

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 15. Mai 2018

Mountainbike

Die U23-Fahrer Max Brandl und Luca Schwarzbauer gewinnen in Gedern, doch der Langenordnacher führt die Bundesligawertung an.

MOUNTAINBIKE. Beim zweiten Bundesliga-Rennen der Saison in Gedern haben Max Brandl und Luca Schwarzbauer für das Kirchzartener Lexware-Team einen Doppelsieg gefeiert. Der Langenordnacher MTB-Profi Simon Stiebjahn wurde Dritter und erreichte damit sein selbstgestecktes Ziel.

Es war eine eindrucksvolle Vorstellung, die Max Brandl und Luca Schwarzbauer in Hessen ablieferten. Die beiden U23-Fahrer dominierten in Gedern vor dem Großteil der deutschen Elite-Fahrer und holten sich souverän einen Doppelsieg. In der dritten von sechs Runden setzte der Freiburger Max Brandl aus der Spitzengruppe heraus die entscheidende Attacke, Luca Schwarzbauer ging mit. Bis zur vorletzten Runde bauten sie ihre Führung auf ein Verfolger-Quartett mit Bundesliga-Titelverteidiger Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) bis auf eine Minute aus. Dann schlich sich Brandl "unspektakulär" davon und holte sich seinen zweiten Saisonsieg.

"Ich konnte am Berg Körner sparen und außerdem kenne ich den Kurs seit der Altersklasse U11", so Brandl. Er gewann in 1:09:49 Stunden mit 35 Sekunden Vorsprung auf Schwarzbauer und 1:03 Minuten vor Simon Stiebjahn, der Ex-Meister Markus Schulte-Lünzum im Sprint auf Rang vier verwies. Der Langenordnacher zollte seinen beiden jüngeren Rivalen Respekt. "Die waren eine eigene Liga", so Simon Stiebjahn. Der Hochschwarzwälder konzentrierte sich vor allem auf den Rest der Konkurrenz und die Elite-Fahrer im Feld. Die wollte er in Schach halten, ihnen Punkte abknöpfen im Blick auf die Bundesliga-Gesamtwertung. Als der schlecht gestartete Markus Schulte-Lünzum von hinten aufgeschlossen hatte, bildete Stiebjahn gemeinsam mit ihm, dem Essener Ben Zwiehoff und dem Münstertäler Julian Schelb ein Verfolger-Quartett. In der Schlussrunde attackierte Schulte-Lünzum, Stiebjahn konnte mitgehen und ein paar hundert Meter vor dem Ziel an dem Münsterländer vorbeiziehen. Auf der Zielgeraden ließ sich der Deutsche Sprint-Meister den dritten Platz nicht mehr nehmen. "Es war schon eine ungewohnte Belastung, aber es hat total Spaß gemacht. Und mein Ziel habe ich erreicht", kommentierte der 28-Jährige sein Rennen. Brandl und Schwarzbauer bekommen ihre Punkte in der U23 gutgeschrieben, so dass Stiebjahn die Elite-Wertung gewann. Was ihm im Blick auf die verbleibenden beiden Bundesliga-Wochenenden im September, mit dem Finale in Titisee-Neustadt, eine gute Ausgangsposition verschafft.

David List vom Kirchzartener Lexware-Team landete auf Rang zwölf (+3:26), Florian Reichle vom Breitnauer Team Freiburger Pilsner-Merida auf einem guten 15. Platz (+5:07), nachdem er von Position 30 kontinuierlich nach vorne gefahren war. Reichles Teamkollege Luca Girke war mit seinem 26. Platz (+8:23) gar nicht zufrieden und Georg Egger (Lexware) schied an siebter Stelle liegend nach einem Defekt in Runde sieben aus. Bei den Junioren gab es für die beiden Pilsner-Merida-Biker Jakob Niemeyer und Ben Grupp zwei Top-Ten-Ergebnisse. Grupp stellte sein neunter Platz, 4:13 Minuten hinter Sieger Benedikt Fritz aus Zusmarshausen (1:14:47), durchaus zufrieden. Niemeyer dagegen wollte gerne im Kampf um die Podestplätze mitmischen. Doch der Offenburger war Mitte der Woche krank geworden und daher in Gedern nicht ganz auf der Höhe. So blieb nur Rang sieben (+3:28).

In der ebenfalls in Gedern ausgetragenen Nachwuchs-Sichtung des Bund Deutscher Radfahrer gelang Jeremy-Cedric Steiner vom RSV Hochschwarzwald ein neunter Platz. Das war nicht ganz so gut, wie zum Auftakt in Hausach, als er Sechster war, belegt aber, dass er sich in den vorderen Regionen eines über 60 Fahrer starken Feldes etabliert hat. 4:31 Minuten Rückstand auf Sieger Benjamin Krüger (34:33) wurden gemessen.

Marius Kottal Zehnter beim Hegau-Marathon

Die Wetterapp hatte nichts Gutes verheißen, Dauerregen war für den Hegau-Bike-Marathon in Singen angekündigt. Doch stattdessen gab es am Sonntag strahlenden Sonnenschein und ebenso strahlende Gesichter bei den Fahrern des Freiburger Pilsner Merida-Teams. Auf der Kurzstrecke über 31 Kilometer um den Hohentwiel fuhr der Breitnauer Marius Kottal ein beherztes Rennen und sicherte sich im Feld der 170 Starter den fünften Platz bei den Elitefahrern. Er zeigte in einer Fünfergruppe Sprintqualitäten beim Zieleinlauf und wurde so im Gesamtklassement auf Rang zehn gelistet.