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14. November 2017

"Zu null gespielt, ohne zu mauern"

Frank Wormuth, der die Fußballlehrer-Ausbildung des DFB leitet, war zu Gast beim Freundeskreis des FC Neustadt.

  1. Frank Wormuth zu Gast beim FCN Foto: B. seger

FUSSBALL. Beim jüngsten Stammtisch des Freundeskreises des FC Neustadt war Frank Wormuth zu Gast, der die Fußballlehrer-Ausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) leitet. Er folgte einer Einladung des Freundeskreises des Vereins. Zahlreiche Trainer und Spieler des FC Neustadt hatten sich im Clubhaus eingefunden, um sich den Vortrag von Wormuth anzuhören. Außerdem fand nach seinen interessanten Ausführungen eine rege Diskussion statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Susanne Krämer, die Vorsitzende des Freundeskreises, referierte Frank Wormuth seinen Werdegang bis zum Chefausbilder. Der in Berlin geborene Wormuth spielte beim Offenburger FV, beim SC Freiburg zusammen mit Joachim Löw und bei Hertha BSC. Als Amateur war er beim Freiburger FC und FC Denzlingen aktiv. Am Schluss seiner aktiven Laufbahn war er noch Spielertrainer beim FV Nimburg und FC Teningen. Co-Trainer war er bei Fenerbahce Istanbul an der Seite des heutigen Bundestrainers Joachim Löw. Danach war Wormuth Cheftrainer unter anderem beim SC Pfullendorf und FV Ravensburg. In den Jahren 2010 bis 2016 trainierte er die U-20-Nationalmannschaft. Seit 2008 ist er Leiter der Fußballlehrer-Ausbildung beim DFB.

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Strenge Auswahl bei den Fußballlehrern

Nach dem kurzen Abriss zu seiner Laufbahn berichtete er über die Ausbildung der Fußballlehrer. Mit einem interessanten Vortrag zog er die Anwesenden in seinen Bann. Die Ausbildung im oberen Bereich dauert zehn Monate. Es werden nur 24 Personen zugelassen, die ein strenges Auswahlverfahren zu durchlaufen haben. Die Ausbildung umfasse auch Punkte wie: Wie gehe ich mit der Presse um? Als sehr wichtig bezeichnete er die Körpersprache des Trainers gegenüber den Spielern und auch gegenüber der Presse. Eine schöne Aussage gegenüber den Medien sei: "Zu null gespielt, ohne zu mauern". Wichtig ist auch, wie drücke ich mich in der Öffentlichkeit aus? Auch gab er interessante Tipps, wie man als Trainer den Fußball interessant machen kann, wie man Jugendliche führt und wie man sie sportlich herausfordern kann. Auch sei sehr wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen. Was kann ich wo tun, wer kann mir bei bestimmten Sachen helfen? Auch seien er und sein Team immer wieder damit beschäftigt, die Ausbildungspläne dahingehend zu überprüfen, ob sie nach heutigem Stand noch aktuell sind. Was kann man ändern, was muss man verbessern, was machen die anderen und was können wir davon übernehmen?

Beim Videobeweis legt sich Wormuth nicht fest

Nach diesem Vortrag konnten die Anwesenden Frank Wormuth Fragen stellen. Wie war der oder jener Trainer in der Ausbildung? Was kann man tun, damit der Verein interessant wird? Hier gibt es laut Frank Wormuth einige Möglichkeiten, doch was man am Ende macht, muss jeder Verein für sich entscheiden. Was hält er vom Videobeweis und den daraus resultierten Entscheidungen? Hier wollte und konnte er sich nicht festlegen. Am Ende bedankte sich Susanne Krämer noch einmal recht herzlich bei Frank Wormuth für den Vortrag: Man würde ihn gerne nächstes Jahr wiedersehen.

Autor: Bernd Seger