Sotogrande

Darum wird Christian Streich in Spanien nur "Mister" genannt

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Fr, 11. Januar 2019 um 10:02 Uhr

SC Freiburg

Im Wintertrainingslagers des SC Freiburg in Sotogrande sprechen die Menschen SC-Trainer Christian Streich nicht beim Namen, sondern schlicht und einfach mit "Mister" an. Warum ist das so?

Andere Länder, andere Sitten, sagt Sportclub Trainer Christian Streich am Rande des Wintertrainingslagers in Sotogrande. Und dass er diese eine Sitte durchaus schön finde. Dort sprechen die Menschen ihn nämlich nicht beim Namen, sondern schlicht und einfach mit "Mister" an.

Was jetzt nichts mit der britischen Kronkolonie Gibraltar in Sichtweite und den vielen britischen Urlaubern an der Costa del Sol zu tun hat, sondern damit, dass der Fußball nun einmal in England erfunden und von dort aus exportiert wurde. Seit jeher werden die Trainer in Spanien – wie auch in Italien – "Mister" genannt.

Die Legende führt ins Baskenland, zu dem um 1900 gegründeten Verein Athletic Bilbao, der in seiner Anfangszeit viele englische Trainer hatte. 1935 wurde der Klub Meister unter dem Trainer William Garbutt (1883-1964) aus der Region Manchester, der zuvor schon in Italien gearbeitet hatte. Garbutt gilt als erster offizieller "Mister". Und Streich? "Am Sonntag in Freiburg bin ich wieder der Christian Streich, und das ist auch gut so."