Mitgliederversammlung

Transfererlöse bescheren dem SC Freiburg ein Rekordergebnis

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mo, 17. September 2012 um 21:30 Uhr

SC Freiburg

Der SC Freiburg blickt auf ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr mit einem Rekordergebnis zurück. Die Transfererlöse waren außerordentlich hoch. Leicht rückläufig war hingegen die Stadionauslastung.

Wie Schatzmeister Heinrich Breit am Montagabend in der jährlichen Mitgliederversammlung im Paulussaal vor 242 Anwesenden bekannt gab, hat der Sportclub in der Saison 2011/2012 bei den Einnahmen erstmals die 50-Millionen-Euro-Grenze überschritten.

Dies sei allerdings nur aufgrund außerordentlicher Transfererlöse zurückzuführen: So konnte der Fußballbundesligist seine Einnahmen durch den Verkauf der Spieler Papiss Demba Cissé und Ömer Toprak gegenüber dem Vorjahr von 1 auf 14 Millionen Euro steigern, was der Vorsitzende Fritz Keller als Glücksfall bezeichnete. Unterm Strich blieb dem SC am Ende der vergangenen Saison ein Plus von 5 Millionen Euro nach Steuern. Leicht rückläufig war indes die Stadionauslastung: Sie ging von 95 auf 93,5 Prozent zurück, wobei sie in der sportlich erfolgreichen Rückrunde, in der der SC 27 Punkte holte, bei 96 Prozent lag.

Scharf kritisiert wurde von einem Mitglied das Verhalten des SC im Fall Yacine Abdessadki. Der Club hatte dem Mittelfeldspieler zunächst wegen eines angeblichen Diebstahls einer Shampooflasche aus einem Hotelzimmer gekündigt, musste die Kündigung und die damit verbundenen Vorwürfe später aber zurücknehmen und dem Spieler eine Abfindung zahlen. Konkret zu dem Fall Stellung nehmen wollten die Verantwortlichen des SC gegenüber den Mitgliedern nicht, Manager Dirk Dufner räumte aber ein, dass die Außendarstellung des Vereins nicht überragend gewesen sei. Finanzielle Verluste habe der SC aber nicht erlitten, da der Spieler noch einen Vertrag bis Sommer 2013 gehabt hätte, die Trainer aber nicht mehr mit ihm geplant hätten.

Großes Lob zollte der Vorstand um Fritz Keller, Heinrich Breit und Martin Weimer der Arbeit von Trainer Christian Streich und seinem Team.

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