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28. April 2012 19:47 Uhr

Kurzkritik

Wie war’s beim … letzten Heimspiel des Sportclub?

Das hätte im Winter wohl keiner geglaubt: Beim letzten Heimspiel der Saison feierten die Fans des SC Freiburg den sicheren Nichtabstieg ihres Clubs: in bester Stimmung, bei Sonne und Gesang. Eine Party-Kurzkritik.

  1. Ein Dank für die großartige Stimmung der SC-Fans. Foto: dpa

Erster Eindruck:
Das letzte Heimspiel der Saison ist das erste, das die Freiburger Fans völlig unbeschwert genießen können – und das merkt man: Schon lange vor Spielbeginn ist das (natürlich ausverkaufte) Stadion in Feierlaune. Und das bleibt auch lange nach dem Abpfiff so, als die Schlangen an den Freibier-Ständen noch länger sind als nebenan im Strandbad an der Rutsche. Anfangs machen auch die Kölnfans noch ordentlich Stimmung (eigentlich eine kölsche Kernkompetenz), werden aber immer ruhiger: Neben Lukas Podolskis Tor nach der Pause haben sie ja auch wenig zu bejubeln – außer natürlich Schalkes vier Treffer gegen die direkte Konkurrenz aus Berlin.

Die Musik:
Eine mutige Mischung: Die Ouvertüre aus Georges Bizets "Carmen" und der Fußball-Standard "You"ll never walk alone" in einer Klassik-Version (PR-Auftritt des SWR-Sinfonieorchesters vor dem Spiel), das rustikale Badnerlied und der Stadionkracher "SC Freiburg vor" (wie immer alle) und Diverses aus dem Fan-Repertoire wie "Nie mehr zweite Liga" oder auch "Oh, wie ist das schön" (Nordkurve).

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Tontechnik:
Das Sinfonieorchester auf dem Rasen hat"s akustisch schwer; Fans und Klatschpappen gibt"s dafür in Dolby Surround.

Lichttechnik in den Fankurven:
Diesmal keine.

Besonderer Moment:
Der Klassenerhalt ist gesichert, außerdem führt seine Mannschaft. Doch sobald ein Ball in Richtung seiner Coaching-Zone rollt, rennt SC-Trainer Christian Streich hinterher und wirft ihn den Spielern zu – damit sie schnell weiter spielen können.

Partywissen:
Volker Finke war beim Spiel seiner beiden Ex-Klubs auch da.

Bewertung:
Glatte 1

Fazit:
Sommer im Stadion, euphorische Fans, ein tolles Spiel mit einem kleinen, aber nicht zu stressigen Spannungsmoment durch Podolskis Ausgleich, am Ende sentimentale Momente: Die Fans auf Nord halten ein "Achim Stocker"-Transparent in die Höhe, die Spieler tragen ein Banner mit den Worten "Heute klatschen wir für Euch. Danke Fans!" über den Rasen und schießen hunderte von orangenen Bällen ins Publikum. Eine wunderbare Open-Air-Party.

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Autor: Thomas Goebel