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14. Dezember 2010

138 Sänger gestalteten ein Benefizkonzert im Dom

Vier Chöre waren zu Gast beim St. Blasier Liederkranz.

  1. Chöre aus Titisee-Jostal, St. Märgen, Bernau, Ewattingen und St. Blasien gestalteten ein festliches Adventskonzert im Dom St. Blasien. So erklärte Pater Kappeler den Dom kurzerhand zum Schwarzwälder Dom, der bis auf die Stehplätze gefüllt war. Eingeladen hatte der Liederkanz St. Blasien zu einem Benefizkonzert der Weihnachtsaktionen der Badischen Zeitung. Unser Bild zeigt den erweiterten Liederkranz unter Leitung von Michael Asal. Foto: Margrit Matyscak

  2. Chöre aus Titisee-Jostal, St. Märgen, Bernau, Ewattingen und St. Blasien gestalteten ein festliches Adventskonzert im Dom St. Blasien. So erklärte Pater Kappeler den Dom kurzerhand zum Schwarzwälder Dom, der bis auf die Stehplätze gefüllt war. Eingeladen hatte der Liederkanz St. Blasien zu einem Benefizkonzert der Weihnachtsaktionen der Badischen Zeitung. Unser Bild zeigt den erweiterten Liederkranz unter Leitung von Michael Asal. Foto: Margrit Matyscak

ST. BLASIEN. Zur Benefizveranstaltung mit dem Titel "Adventlicher Chorgesang" hatte der Liederkranz St. Blasien vier Chöre und alle interessierten Zuhörer in den Dom eingeladen und ist damit auf große Resonanz gestoßen. Es kamen so viele Gäste, dass sogar zusätzliche Stühle herangeschafft werden mussten. Und der Säulengang wurde zum Steh-Rang.

Pater Georg Kappeler begrüßte die Gäste, die aus allen Himmelsrichtungen des Schwarzwaldes angereist waren. Mitgebracht hatten sie Musik aus der ganzen Welt. Vom 16. bis ins 21. Jahrhunderte führte das adventliche Repertoire. Von Italien über Österreich, Frankreich, die Ukraine, Russland, Ungarn, England und die USA kehrten die Chöre immer wie zu Deutschlands Komponisten zurück. Vielfalt ergab sich auch durch die Zusammensetzung: Zwei reine Männerchöre sangen, außerdem zwei gemischte Chöre, sie erklangen mal mit, mal ohne Begleitung.

Stimmgewaltig, so dass die Domakustik mitsang, eröffneten Sänger aus Titisee- Jostal und St. Märgen unter der Leitung von Stephan Rauber die Veranstaltung. Ihre homogene Klangbildung schwang im Rhythmus großer Glocken und läutete damit feierlich ins Konzert ein. Bei der Zeile im Taizé-Halleluja "stimmt mit ein" wäre ein Chor-Besucher-Festgesang möglich gewesen. Die gesungene Aufforderung hätte allerdings eine direkte Aufforderung vor dem Lied gebraucht, um umgesetzt zu werden. So spontan war das Publikum nicht.

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Während die 54 Sänger der Chorgemeinschaft unter Applaus den Altarraum verließen, trat der Gospelchor Stimmenlos aus Bernau auf. Engagiert und rhythmisch versiert entführte die Gruppe in die Welt des Gospelgesangs. Heinz Zimmermann unterstützte am Keyboard mit Rhythmus und präzisen Dirigentenangaben. Ohne dass es aufgesetzt wirkte, wogte der Chor im Rhythmus und Textausdruck. Die große Zuhörerzahl hätte allerdings eine Regulierung der Keyboardlautstärke erfordert. Die 21 Sänger erreichten die Domakustik nicht. Ihre Ausdrucksstärke ließ leisen Zwischenapplaus aufkommen, der von der Disziplin der Gesamtheit jedoch gestoppt wurde.

Josef Kraft stellte seine 20 Sänger des Männergesangverein Ewattingen auf die Altarstufen verteilt auf, um über die Akustik mehr Fülle zu erreichen. Sein Chor brachte Lieder aus Ungarn, Russland und Deutschland mit. Für den russischen Teil übernahm eine Altistin die Rolle des Übersängers. Offensichtlich sollte das gesamte Programm am Keyboard begleitet werden, doch leider verhinderte eine Kabelverbindung zwischen Scheinwerfer und Instrument, dass das Keyboard verschoben werden konnte. Das schwierige Programm musste nun a-cappella gesungen werden. Unsicherheit trübte die Intonation, raubte die Stimmung der Begeisterung, mit der zuvor musiziert worden war. Applaus überbrückte wiederum den Wechsel.

Mit 42 Sängerinnen und Sängern hatte Michael Asal den Liederkranz fast verdoppelt. Homogenität erreichte er auch mit den Projektsängerinnen und Sängern. Michael Neymeyer, der zwei Lieder am Keyboard begleitete, konnte dem Instrument für alle hörbar Stimme geben, weil der Lautsprecher zuvor höher gestellt worden war. Der "Heimvorteil" ließ den Dom mitsingen. Für diese Sängerinnen und Sänger ist die Domakustik nicht ungewohnt. Den Zuhörern auf ihren Sitz- und Stehplätzen bot sich ein souveräner Chor mit schönem Programm.

Nach dem Applaus für den Liederkranz machte Beate Endres auf die Benefizidee dieses Konzerts aufmerksam. Der Erlös kommt der BZ-Weihnachtsaktion zugute. Pater Georg Kappeler erklärte, dass die Kirchengemeinde den Sammelerlös um noch mal zehn Prozent aufstocken werde.

Der Schlusschor aus 138 Kehlen wurde in der Kuppel verstärkt. Statt einer Zugabe übernahmen die Domglocken beim letzten Ton des Chores den Weitertransport der adventlichen Festtagsstimmung, die die Chöre geweckt hatten.

Über die Höhe der Einnahmen des Benefizkonzerts werden wir noch berichten.

Autor: Margrit Matyscak