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12. Juli 2010

Alles klappte wie am Schnürchen

Zufriedene Einsatzleitung: Feuerwehren der Raumschaft probten auf dem Firmengelände von Schmidt Winterdienst den Ernstfall.

  1. Gerettet: Die Wehr entdeckte überraschend noch einen „Verletzten“ im verrauchten Gebäude. Foto: Karin Steinebrunner

  2. Niemand wusste vor der Übung, was genau auf ihn zukam. Eines aber war sicher: Bei Menschenrettung und Brandbekämpfung war Tempo gefragt. Foto: Karin Steinebrunner

  3. Schaum marsch! Der Angriff galt einem brennenden Tankwagen. Foto: Karin Steinebrunner

  4. Schaum marsch! Der Angriff galt einem brennenden Tankwagen. Foto: Karin Steinebrunner

RAUM ST. BLASIEN. Mehr als 80 Feuerwehrleute, dazu drei Notärzte, sieben Mitglieder der Schnellen Arbeitsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes sowie eine achtköpfige Führungsgruppe aus dem Bereich Klettgau mit insgesamt 20 Einsatzfahrzeugen probten am Samstag auf dem Firmengelände der Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik GmbH in St. Blasien den Ernstfall.

Etliche Zuschauer waren gekommen, um diese große gemeinsame Übung der Feuerwehren Bernau, Dachsberg, Ibach, Häusern, Höchenschwand, Todtmoos und St. Blasien mit den Abteilungen Menzenschwand und Albtal mitzuerleben. Unter den Zaungästen waren auch die Bürgermeister von St. Blasien, Häusern und Bernau. Hanskarl Link kommentierte die Übung, die um 14 Uhr begann.

Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr St. Blasien, Andreas Baumgartner. Unterstützt wurde er von der Führungsgruppe Ost, die Lagepläne erstellte und die Einsatzstatistik führte. Angenommen wurde das Szenario einer Gasexplosion, die ihrerseits durch die entstehende Druckwelle eine Kollision zweier Fahrzeuge zur Folge hätte, in denen Personen eingeklemmt würden. Ebenfalls verursacht durch die Explosion, so die weitere Annahme, wäre ein Tankwagen der benachbarten Firma Nägele leck geschlagen, verliere Flüssigkeit und beginne zu brennen. Außerdem seien in den inliegenden Büros Personen eingeschlossen und müssten über die Drehleiter oder das Dach gerettet werden.

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Vier Einsatzabschnitte wurden analog zu diesem Szenario eingeteilt, wobei die ankommenden Wehren absolut nicht wussten, was sie erwarten würde. Bekannt war lediglich, dass sich eine Gasexplosion ereignet hatte. Abschnittsleiter Ralf Mutter kümmerte sich mit den Wehren aus Höchenschwand und Häusern um die eingeklemmten Personen am Eingang zur Kalthalle. Abschnittsleiter Frank Brecher hatte mit seinen Leuten aus St. Blasien, Menzenschwand und aus dem Albtal die Aufgabe, neben der Brandbekämpfung auch nach vermissten Personen zu suchen, und dem Abschnittsleiter Andreas Armbruster war mit den Wehren von Dachsberg und Ibach die Menschenrettung über das Dach zugeteilt. Auf dieser Seite des Geländes war entsprechend auch die große Drehleiter im Einsatz.

Der Zugang für die Fahrzeuge durchs Tor von der Albtalstraße her war Millimeterarbeit. Uwe Nägeles Feuerwehrmänner aus Todtmoos und Bernau hatten den Tankwagen im Visier. Aus der Alb wurde an zwei Stellen Wasser entnommen, am Tankwagen kamen Schaumkanonen zum Einsatz. Ziemlich echt wirkten die vom DRK geschminkten "Verletzten" der Jugendfeuerwehren von Häusern und St. Blasien, und vor allem die Träger von Atemschutzmasken waren bei der Hitze nicht zu beneiden.

Im Anschluss an die Übung zeigten sich sowohl Kommandant Clemens Huber als auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Kuhnert ausgesprochen zufrieden mit dem Ablauf. Von einigen Kleinigkeiten abgesehen, so Huber, habe alles toll geklappt. Vor allem lobte er die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Brandschutzsachverständigen der Firma Schmidt, Claus Zumkeller. Auch Einsatzleiter Andreas Baumgartner zog eine positive Bilanz. "Die Raumschaftswehren treffen sich regelmäßig zwei Mal pro Jahr zur Dienstbesprechung, und alle zwei Jahre findet eine solche Großübung statt wie jetzt bei der Firma Schmidt. Wir sind also in sehr engem Kontakt, und das zahlt sich aus", erläuterte er.

Über die Ehrungen im Rahmen der Großübung werden wir noch berichten.

Autor: Karin Steinebrunner