Alterssimulator und Schultüten

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Mi, 05. September 2018

St. Blasien

Das Alten- und Pflegezentrum Luisenheim veranstaltet erstmals einen Azubitag für die neuen Auszubildenden.

ST. BLASIEN. Zum ersten Mal hatten die Verantwortlichen des Alten- und Pflegezentrums Luisenheim die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Tag zu einem Azubitag eingeladen. Informationen über die Einrichtung standen auf dem Programm, an verschiedenen Stationen konnten sich die jungen Menschen auf ihre künftige Tätigkeit einstimmen. Auch dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch mit Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr diente dieser Tag.

Auf Initiative der Personalreferentin von Lungenklinik und Luisenheim, Nathalie Stieber, wurde der Ausbildungstag erstmals angeboten. Es gelte, die neuen Auszubildenden einerseits für den Beruf zu sensibilisieren, ihnen andererseits die Wertschätzung des Hauses zu zeigen. "Ihr seid uns wichtig, schön, dass Ihr da seid", sagte die Personalreferentin.

Neben den vier Neulingen -– drei in der Pflege und einer in der Verwaltung – hatten sich auch einige Auszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr eingefunden, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Nach einer Vorstellungsrunde informierte die Leiterin der Einrichtung, Katharina Schupmann-Tröndle, über das 2004 gegründete Alten- und Pflegezentrum mit seinen 92 Bewohnern und das betreute Wohnen mit den 23 Wohnungen.

An drei Stationen hatten die jungen Menschen, die der Wunsch, sich im sozialen Bereich zu engagieren, eint, Gelegenheit, sich auf ihren Beruf einzustimmen. Ein Alterssimulationsanzug vermittelte einen Eindruck von den Einschränkungen, mit denen alten Menschen zurechtkommen müsse. Gewichte von rund 14 Kilo, Manschetten um die Gelenke zum Simulieren der eingeschränkten Beweglichkeit und Handschuhe, die nachlassende Fingerfertigkeit und Sensibilität erlebbar machten sowie Brille und Gehörschutz vermittelten ein ganz neues Bild von den Einschränkungen im Alter. Ihr Gang sei unsicher gewesen, sie habe kaum gerade laufen können, berichtete eine der Auszubildenden. Am Schlimmsten sei aber gewesen, dass sie wenig gesehen und gehört habe. Ihr Fazit: So schlimm habe sie sich das nicht vorgestellt, es werde ihr nun leichter fallen, sich in alte Menschen hineinzuversetzen.

Am Wunsch-Ziel-Baum hatten die Auszubildenden die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ziele für die Ausbildung zu äußern. Genannt wurden unter anderem ein guter Abschluss, Fortbildung und Qualifikation, der Wunsch, eine gestandene und gefragte Vollzeitkraft zu werden sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem.

Gerhard Albiez vom DRK St. Blasien führte, unterstützt von zwei Jugendlichen, in die Erste Hilfe ein. Stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Benutzung eines Defibrillators und Wundversorgung standen auf dem Programm.

Neben einer Wellcomemappe mit Informationen zur Ausbildung und einem ersten Dienstplan erhielten die neuen Auszubildenden eine Schultüte, die mit Süßem und allerlei Nützlichem gefüllt war. Zudem gab es bei einer Tombola attraktive Preise zu gewinnen.

Der erste Azubitag soll nicht der letzte gewesen sein, künftig wolle man die neuen Auszubildenden immer auf diese Art und Weise begrüßen, kündigte Nathalie Stieber an.