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23. März 2011
Vereinskasse ist zum fünften Mal in Folge im Minus
Das Ziel von Dirigent Stephan Rauber ist es, den Männergesangverein weiter stimmlich und chorisch zu verbessern.
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Der Gesamtvorstand des Männergesangvereins St. Märgen e.V.von links: Bernhard Schuler 2, Manfred Kleiser, Friedolin Fehrenbach alle Beisitzer, Paul Kleiser stellv. Vorsitzender, Bernhard Kirner Vorsitzender, Michael Faller Rechner, Augustin Rombach Beisitzer und Hubert Wehrle Schriftführer Foto: Edeltraud Blume
ST. MÄRGEN. Der Männergesangverein St. Märgen hat bei der Hauptversammlung im Thurnerwirtshaus Bilanz über das zurückliegende Vereinsjahr gezogen und den Vorstand neu gewählt. Vorsitzender bleibt Bernhard Kirner, stellvertretender Vorsitzender ist Paul Kleiser, Michael Faller wurde als Rechner und Hubert Wehrle als Schriftführer gewählt. Beisitzer sind für den 1. Tenor Friedolin Fehrenbach, für den 2. Tenor Manfred Kleiser, für den 1. Bass Augustin Rombach und für den 2. Bass Bernhard Schuler.
Schriftführer Hubert Wehrle ließ in seinem Tätigkeitsbericht ein arbeitsreiches, intensives Jahr mit vielen weltlichen und kirchlichen Auftritten Revue passieren. Die Höhepunkte waren das Jahreskonzert mit der Chorgemeinschaft Titisee-Jostal, das Benefizkonzert der Chorgruppe Hochschwarzwald im Dom St. Blasien, das vorweihnachtliche Konzert gemeinsam mit dem Landfrauenchor in der Pfarrkirche und der viertägige Ausflug nach Berlin zu einem Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger. Aber nicht nur als Sänger konnte man den MGV erleben, die Mitglieder wirkten auch bei Festen und großen Veranstaltungen mit. Dass sie auch gute Gastgeber sind, zeigten sie beim Tanzabend im Oktober mit der Liveband "Wilde Engel" in der ausverkauften Schwarzwaldhalle.
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Der Männergesangverein zählt 159 passive Mitglieder, zu denen auch die 25 Sängerfrauen gehören, drei Ehrenmitglieder und 25 aktive Sänger. Insgesamt trat der Verein 18 mal öffentlich auf, 43 Proben fanden statt. Dazu kamen gesellschaftliche Treffen und sechs Arbeitseinsätze. 76,71 Prozent betrug die durchschnittliche Anwesenheit der Sänger bei den Gesangstreffen. Als fleißigste Proben- und Auftrittsbesucher konnten neun Sänger geehrt werden. Konrad Fehrenbach war bei allen Veranstaltungen anwesend. Friedolin Fehrenbach und Bernhard Kirner haben einmal gefehlt. Zweimal fehlten Konrad Hog und Paul Kleiser, dreimal Adalbert Löffler. Peter Scherer, Manfred Kleiser und Max Löffler waren viermal nicht anwesend. Sie alle wurden vom Vorstand mit einem kleinen Präsent geehrt. Das am besten besetzte Register wurde mit dem Wanderpokal des MGV geehrt. Das war im Jahr 2010 erneut der 1. Tenor.
Dirigent Stephan Rauber betonte, dass seit Januar 2011 die Chorproben zum ersten mal fast vollzählig besucht wurden und dass ein "ernsthafteres Einsingen" erfolgte. Um die Qualität des Gesanges weiter zu verbessern, werden regelmäßig Übungen zur Stimmbildung mit eingebaut. Rauber bemängelte aber auch die "Schwatzhaftigkeit" in den einzelnen Registern. Um als Chor auch unverhofft auftreten zu können, sollten die Sänger ein Repertoire von zwölf Liedern auswendig können. Daran wird er im kommenden Vereinsjahr verstärkt arbeiten. Sein Ziel ist es, den Chor 2011 weiter sängerisch und chorisch zu konsolidieren.
Vorsitzender Bernhard Kirner gab eine kurze Vorschau für 2011. Das Jahreskonzert findet wieder am Pfingstsonntag in der Schwarzwaldhalle statt. Mit dabei sind in diesem Jahr zwei Chöre aus Freiburg, der Männerchor Eintracht Freiburg und der Männerchor "Frohsinn-Concordia. Außerdem sind drei Kurkonzerte und Auftritte bei kirchlichen Anlässen geplant. Am 4. Advent gibt der MGV mit dem Landfrauenchor sein vorweihnachtliches Konzert in der Pfarrkirche.
Rechner Michael Faller legte in seinem Kassenbericht dar, dass im zurückliegenden Vereinsjahr die Ausgaben um rund 2000 Euro über den Einnahmen lagen. Insgesamt beläuft sich der Kassenbestand noch auf 7500 Euro, man müsse sich aber Gedanken machen, wie dieses jährliche Defizit reduziert werden könne, so Faller. Seit 2006 sei die Vereinskasse bereits zum fünften mal in Folge im Minus. Diesem Trend müsse dringend gegengesteuert werden. Bross und Adler schlugen deshalb vor, zwei Tanzabende im Jahr 2011 zu organisieren und wenn das nicht ausreiche, solle man auch über Mitgliedsbeiträge der Sänger nachdenken.
Gemeinderat Thomas Mark überbrachte er Grüße von der Gemeinde und dankte den Sängern insbesondere für die Unterstützung beim Rossfest.
Als sehr zäh erwies sich die Wahl des Schriftführers. Hubert Wehrle, der seit 1996 diese Funktion ausübt, wollte sich nicht wieder zur Wahl stellen. Er beklagte, dass ihm oft die nötige Unterstützung fehlte. Nach langer Diskussion und dem Versprechen, Wehrle bei seinen Aufgaben mehr zu unterstützen, nahm er den von Stefan Rauber vorgeschlagenen Kompromiss an, noch für ein Jahr das Amt des Schriftführers auszuüben.
Autor: Edeltraud Blume
