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08. Januar 2010 15:36 Uhr

Noch bis Mariä Lichtmess zu sehen

Die Heilige Familie in der Lindlehof-Kapelle

Mit mehr als 200 Figuren hat Michael Maier seine Weihnachtskrippe ausgestattet. Diese ist in der Kapelle des Lindlehofes aufgebaut und kann noch bis Mariä Lichtmess besichtigt werden.

  1. Michael Maier brauchte acht Tage für den Aufbau seiner Krippe. Foto: isabella denk

  2. Krippe auf dem Lindlehof Foto: Isabella Denk

  3. Krippe auf dem Lindlehof Foto: Isabella Denk

ST. PETER. Im Stall des Ganterhofes auf dem Weg Richtung Titisee-Oberaltenweg hat die Heilige Familie Zuflucht gefunden. Für Krippenbauer Michael Maier ist die Schwarzwaldszenerie, in die er die Weihnachtsgeschichte eingebettet hat, eine Selbstverständlichkeit. Seine Krippe mit mehr als 200 Figuren ist noch bis Maria Lichtmess (2. Februar) in der Lindlehof-Kapelle in St. Peter ausgestellt.

Michael Maier liebt Krippen – seit er denken kann. "Im Alter von sechs Jahren, hab ich mir meine erste Figur gekauft." Seither baut der heute 42-jährige Bauer vom Lindlehof Krippen. Einfache Holzställe mit Schwarzwaldambiente bis orientalische Kuppelkrippen sind in seiner kleinen Ausstellung in der Hofkapelle zu sehen und zu erwerben.

Sein ganzer Stolz ist aber die große Krippe, die er jedes Jahr ausstellt und die unverkäuflich ist. Erstmals ist sie nun im Lindlehof zu sehen – Michael Maier hat den Hof erst seit Mai vergangenen Jahres gepachtet. "Zuvor war sie immer auf Ausstellungen, für die Stube ist sie nämlich allmählich zu groß geworden", sagt der gebürtige Hannoveraner.

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Die gesamte Szenerie ist von Michael Maier selbst gebaut: Die Krippe, die Hügellandschaft, die Imkerei, der Brunnen, die Mühle, der Wasserfall. Doch auf Grund des Frostes ist die Pumpe für den Wasserfall ausgefallen. Die Krippenfiguren hingegen sind von Michael Maier nicht selbst gemacht, er hat sie jedoch im Laufe seines Lebens gesammelt. "Einige Figuren sind sehr alt und auf manchen stehen auch noch die Pfennigbeträge, die sie gekostet haben."

Acht Tage lang hat Michael Maier für den Aufbau der Krippe gebraucht: "Bei den Temperaturen frieren sonst die Finger ein". Der Eintritt in die Lindlehofkapelle ist frei, Spenden zum Erhalt der 1820 erbauten Kapelle werden gerne entgegengenommen. Der Lindlehof sei übrigens 1112 erstmals urkundlich erwähnt worden, wie Bauer Maier stolz betont.

Die Krippenausstellung in der Lindlehof-Kapelle ist noch bis Maria Lichtmess (2. Februar) täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Besucher biegen von der L 112 von St. Peter in Richtung Glottertal auf Höhe des Campingplatzes nach links in den Hornweg ab und folgen der Beschilderung rund dreieinhalb Kilometer bis zum Lindlehof.

Autor: Isabella Denk