Baubeginn des 6,5-Millionen-Euro-Projekts

Spatenstich für die Hallensanierung in St. Peter

Markus Donner

Von Markus Donner

Fr, 17. August 2018 um 12:23 Uhr

St. Peter

Endlich ist es soweit: Mehr als 20 Jahre hat die Gemeinde St. Peter dem Beginn des Umbaus der Mehrzweckhalle mit Hallenbad entgegen gefiebert. Jetzt erfolgte der offizielle Spatenstich.

ST. PETER. Mit der Enthüllung eines riesigen Bauschildes und einem symbolischen Spatenstich haben in St. Peter die lange ersehnten Bauarbeiten für die energetische Modernisierung, Umbau und Erweiterung der Mehrzweckhalle mit Hallenbad begonnen. Die Erneuerung, für die eine Bauzeit von rund 20 Monaten veranschlagt ist, wird rund 6,5 Millionen Euro kosten. Die größte Investition der Zähringergemeinde seit vielen Jahren wird mit insgesamt 3,7 Millionen Euro gefördert.

Bereits seit Ende Juni ist die Turn- und Festhalle geschlossen und auch der Badebetrieb im Hallenbad ist inzwischen eingestellt. Seit Tagen ist die Firma Kult aus Oberried damit beschäftigt, das Gebäude zu entkernen. Das Altmaterial steht in großen Säcken und in Mulden zum Abtransport bereit. Seit Donnerstag weist ein unübersehbares Bauschild auf den Beginn der Sanierung hin. Zur feierlichen Enthüllung hatte Bürgermeister Rudolf Schuler neben dem Planer und den Bauleuten auch alle St. Petermer eingeladen, die sich im Vorfeld in den Planungsprozess eingebracht haben. So hatten sich auf der Baustelle nicht nur die Gemeinderäte und Mitglieder des Bauausschusses versammelt, sondern auch die Vertreter der Vereine, die als bisherige und künftige Nutzer der Mehrzweckhalle und des Hallenbades ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Projekt jetzt erfolgreich gestartet werden konnte.

Ein glücklicher Bürgermeister strahlte unter dem Bauschild mit der Sonne um die Wette. Denn zwischenzeitlich seien nahezu 20 Jahre vergangen, in denen die Modernisierung und Sanierung die Vereine und den Gemeinderat immer wieder beschäftigt hätten, wie Rudolf Schuler feststellte. Lange Zeit hätten sich die Beteiligten über das Projekt den Kopf zerbrochen, dabei hätte sogar der Wunsch im Raum gestanden, eine neue, reine Sporthalle nebenan zu bauen und die bestehende Halle nach der Sanierung als "Kultur- und Tagungshalle" zu nutzen. Bald sei klar geworden, dass die Gemeinde nicht in der Lage gewesen wäre, eine solche Investition schon wegen der dann doppelt anfallenden Betriebs- und Unterhaltungskosten zu schultern.

Die Planung des Büros Riede aus Löffingen, die jetzt umgesetzt werde, sei aus dem Ideenwettbewerb 2010/11 entwickelt worden. Mit dem jetzigen Gemeinderat sei dann in einer Klausurtagung im Herbst 2014 in Glottertal der Weg freigemacht und im Anschluss die Genehmigungsplanung in Auftrag gegeben worden, so der Bürgermeister. Das Landratsamt habe dann 2016 die Baugenehmigung erteilt. Rudolf Schuler erinnerte daran, dass er das Projekt zum "wichtigsten Vorhaben" seiner zweiten Amtszeit deklariert habe – immer in der Hoffnung auf die Bewilligung der erforderlichen Zuschüsse.

Große Freude habe sich dann sowohl in der Verwaltung als auch dem Gemeinderat breitgemacht, als am 8. März 2017 telefonisch aus Berlin die mündliche Zusage über einen möglichen Zuschuss in Höhe von drei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" erfolgte. Weitere Zuschusszusagen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) aus Stuttgart und der Sportförderung in Höhe von nochmals 656000 Euro folgten. "Damit war jetzt auch die Zeit der Detailplanung gekommen", sagte der Bürgermeister in seiner Rückschau. "Ich glaube, dass wir es gemeinsam geschafft haben, eine am Bedarf der Nutzer orientierte Planung sowohl im Schwimmbadbereich als auch im Hallenbereich umzusetzen", so Schuler. Das Projekt, das 2020 abgeschlossen sein soll, sei "für die Gemeinde St. Peter ein großer Erfolg und ein Meilenstein".