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21. Oktober 2010 16:26 Uhr

Kampf gegen Risse geht weiter

Altkanzler soll Staufener Altstadt helfen

Die "Stiftung zum Erhalt der Staufener Altstadt" nimmt Konturen an. Ein Fundraising-Konzept wurde in Auftrag gegeben und die Suche nach neuen Mitgliedern für das Stiftungs-Kuratorium geht weiter. Ein Wunschkandidat ist Altkanzler Gerhard Schröder.

  1. Im Kampf gegen Risse soll eine Art Kleber getestet werden. Foto: dpa

Man habe eine Werbeagentur mit der Ausarbeitung eines professionellen Fundraising-Konzeptes beauftragt, ließ Bürgermeister Michael Benitz in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch wissen. Details dazu sollen Anfang November der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit Hilfe dieses Konzepts soll die "Stiftung zum Erhalt der Staufener Altstadt" über die Region hinaus Spenden sammeln, die Risse geschädigten Hauseigentümern zugute kommen könnten. Zudem soll ein prominent besetztes Kuratorium der Stiftung öffentliche Aufmerksamkeit bescheren. Bislang konnten für dieses Gremium der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel, der ehemalige Daimler-Manager Klaus Mangold, BZ-Herausgeber Christian Hodeige, Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe sowie unlängst Alexander von Vegesack, Leiter des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, gewonnen werden. Derzeit liefe zudem eine Anfrage bei Altkanzler Gerhard Schröder, erklärte Bürgermeister Benitz.

Derweil laufen die Vorbereitungen für die Brunnenbohrung in der Kirchstraße auf Hochtouren. Am kommenden Dienstag werde mit ersten Einrichtungsarbeiten begonnen, teilte Bauamtsleiterin Martina Schlatter mit, ab Donnerstag soll gebohrt werden. Auf der neuen Bohrung ruhen Hoffnungen, die Geschwindigkeit, mit der sich der Boden unter der Altstadt hebt, weiter reduzieren zu können. Bislang geht die Hebungsgeschwindigkeit nur langsam zurück – an einigen Stellen wurde unlängst die 30-Zentimeter-Marke überschritten.

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Die Staufener Risse könnten demnächst auch zu Forschungszwecken dienen. Die Rathausspitze hat nach anfänglichem Zögern dem Fraunhofer Institut signalisiert, dass am schwer geschädigten technischen Rathaus ein neuer Stoff getestet werden kann, der die Risse zusammenhalten soll. Die sogenannten Carbonfaserlamellen wurden bislang allerdings nur bei explosionsartigen Belastungen getestet. Zunächst sind laut Auskunft von Bauamtsleiterin Schlatter noch Laborversuche vorgesehen; sollten diese zufriedenstellend verlaufen, kann der Einsatz dieser Art von Risse-Kleber am konkreten Objekt in Staufen ausprobiert werden.

Autor: hub