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05. August 2017

Hannah Herrmann ist neue Markgräfler Weinprinzessin

Die 20-Jährige Winzertochter aus Müllheim-Niederweiler muss nun Weinstudium und repräsentative Pflichten unter eine Krone bringen.

STAUFEN. Schon ihre beiden Großväter haben Weinbau betrieben, sagt Hannah Herrmann, die neue Markgräfler Weinprinzessin. Sie ist 20 Jahre alt und stammt aus Niederweiler, dem Teilort von Müllheim im Klemmbachtal, wo ihre Eltern Jürgen und Bettina Herrmann 15 Hektar Rebfläche als Vollerwerbswinzer bewirtschaften. Ihr Vater ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Hügelheim.

Die Liebe zum Wein wurde ihr in die Wiege gelegt, sagt Hannah Herrmann. Sie erinnere sich auch, wie sie als kleines Mädchen bei einer Weinfesteröffnung in Staufen mit den Trachtenträgern als kleine Sonne mitgelaufen sei. "Da war mir schon klar, dass ich später auch mal in der Kutsche da vorne mitfahren will", verrät die neue Weinhoheit, die am Donnerstag von einer Expertenjury des Weinbauverbandes im Rathaus in Staufen gewählt wurde. Ganz besonders dürfte sich auch Opa Eugen freuen, dass seine "kleine Prinzessin" es nun geschafft hat und am gestrigen Freitag zur Weinfesteröffnung offiziell samt Krönchen inthronisiert wurde. Das habe er sich immer gewünscht.

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Das aufwendig mit Traubenmotiven und Steinchen verzierte Dirndl, das sie trug, hat ihr Glück gebracht. Sie bekam es vergangenem Sonntag von einer Freundin aus einem Weingut in der Pfalz ausgeliehen, wo ihr Bruder eine Ausbildung zum Winzer absolviert. Die Freundin habe es bereits als Landauer Weinprinzessin getragen, erzählt Hannah Herrmann.

Zur Kandidatur habe sie sich relativ kurzfristig entschieden und dann ihre Bewerbung beim Weinbauverband eingereicht. Zur Kandidatenkür in Staufen wurde sie von ihrer Mutter begleitet, denn ein eigenes Auto besitzt die neue Weinhoheit noch nicht. Aber einen Führerschein. Da trifft es sich gut, dass sie gestern nach der Krönung gleich noch die Schlüssel für ein eigenes Prinzessinnenmobil ausgehändigt bekam.

Seit dem Abitur bereitet sich Hannah Herrmann in einem Vorpraktikum am Weinbauinstitut in Freiburg auf ihr Studium vor. Im Oktober startet dann das Studium in internationaler Weinwirtschaft an der Hochschule in Geisenheim. Hannah Herrmann hat ein geselliges Wesen, sie bezeichnet sich als absoluten Familienmenschen, und sie ist auch in ihrer Freizeit am liebsten mit Freunden zusammen, und hört gerne Musik.

Beim Wein favorisiert sie ein Gläschen Grauburgunder wie er auch auf den familieneigenen Rebparzellen am Badenweiler Römerberg oder dem Hügelheimer Schlossgarten reift.

Zukunftspläne macht die neue Markgräfler Weinprinzessin derzeit nicht. "Ich will erst einmal Erfahrungen sammeln und ich möchte gerne etwas von der Welt sehen", sagt sie. Das ist – gepaart mit ihrer Leidenschaft für den Weinbau und ihrem Fachwissen – schon mal eine hervorragende Basis für die repräsentativen Aufgaben in ihrem neuen Amt.

Autor: Susanne Müller