Station im Keller des Faust-Gymnasiums misst das Erdbeben in Mexiko

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 21. September 2017

Staufen

Station im Faust-Gymnasium.

STAUFEN (BZ). Einmalig für Schulen dürfte die von der Staufener Schüler-High-Tech-Tüftlerschmiede konzipierte HAG-Erdbeben-Messstation sein, die seit 18 Jahren mit ihrem sensiblen Seismographen im Keller des Faust-Gymnasiums rund um die Uhr in die Tiefen der Erdkruste lauscht. Dabei bleibt dem voll automatisierten Seismik-System weltweit kein größeres Beben verborgen, so auch nicht das aktuelle Mexiko-Beben der Stärke 7,1 aus der seismisch aktiven Region.
Nach weniger als 10 Minuten Laufzeit erschütterte die schnelle Primärwelle den hoch empfindlichen Seismographen, der, die im fast 6000 km entfernten Staufen ausgelösten minimalen Bodenbewegungen von etwa 0.01 mm registrierte. Gefolgt von immer größeren Ausschlägen der langsameren Sekundärwellen und den sich anschließenden Oberflächenwellen, bebte die Erde in Staufen fast 3 Stunden, während die gewaltigen seismischen Erschütterungen des nahe der Hauptstadt Mexikos gelegenen Epizentrums in einer geringen Tiefe nur knapp vier Minuten andauerten. Dabei starben bisher weit über 200 Menschen.