Zwei Urgesteine gehen am Faust in Ruhestand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 24. Juli 2018

Staufen

Zum Schuljahresende in Staufen.

STAUFEN (BZ). Neben Rektor Hans-Joachim Kraus gehen mit dem zu Ende gehenden Schuljahr zwei weitere langjährige Lehrkräfte das Faust-Gymnasium in Staufen, wie die Schule mitteilt.

Sylvia Trimpin-Nettlau kam 1981 ans Faust-Gymnasium und erlebte in 37 Jahren fünf verschiedene Schulleiter. Sie unterrichtete Biologie und Mathematik auf allen Stufen. Zehn Jahre lang war sie die einzige Biologin in ihrem Fachbereich, wusste sich aber stets gegen die dominierende Männerwelt zu behaupten und versorgte ihre Fachkollegen mit Medien aus der Kreisbildstelle Müllheim. In den 80er-Jahren leitete sie vier Jahre lang die Haus- und Straßensammlung des BUND, bei der zahlreiche Schülerinnen und Schüler in ihren Wohngemeinden unterwegs waren. Sylvia Trimpin-Nettlau, so erinnern sich viele ihrer Kolleginnen und Kollegen, beschäftigte sich hobbymäßig mit der chinesischen Sprache und gab diese Kenntnisse bei Projekttagen an interessierte Schüler weiter. "Wurzeln schlagen und Flügel verleihen": Dieses Faust-Motto lebte Trimpin-Nettlau schon früh. Vier Bäume pflanzte sie mit ihren Biologie-Abiturkursen auf dem Schulgelände; zugleich fällt unter ihre Ägide manche Exkursion ans Wattenmeer.

Neben pädagogischen und fachlichen Aspekten prägte Edgar Marx das Faust-Gymnasium über lange Jahre auch in administrativer Hinsicht. 1981 als Referendar, ab 1982 dauerhaft, unterrichtete er Biologie und Chemie mit kreativem und experimentellem Zugang. Bald übernahm er die Sammlung Chemie, half in der Stundenplanassistenz und hat als neuer Fachabteilungsleiter die Schule baulich massiv verändert. Neue Fachräume für Naturwissenschaft und Technik, Umbauten der Physik- und Chemiesäle, zuletzt auch die Biologie wurden von ihm konzipiert und mit Schulträger und Architekten intensiv diskutiert. Im letzten Jahrzehnt seines Wirkens konzentrierte sich Marx neben baulichen Fragen auf den Schulhaushalt und fand trotzdem auch immer wieder Raum für außerunterrichtliche Aktivitäten wie zum Beispiel viele Nordsee-Exkursionen. Schulleiter Hans-Joachim Kraus: "Durch seine sehr zuverlässige Arbeit in der Verwaltung verschaffte er den Schulleitungen organisatorisch viel Freiraum für neue Konzepte."