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14. November 2017 18:25 Uhr

Wiesentalstadion am Abend

Blendet das Stadionflutlicht in Steinen Fahrer?

In der dunklen Jahreszeit trainieren die Mannschaften des FC Steinen-Höllstein im Wiesentalstadion bei Flutlicht. Erstmalig hat sich ein Autofahrer über die Lichtverhältnisse beschwert.

  1. Blendet das Flutlicht am Wiesentalstadion in Steinen Autofahrer? Foto: Susanne Filz

Geblendet vom Flutlicht des Wiesentalstadions fühlt sich ein Autofahrer bei seinen abendlichen Fahrten auf der B 317, wenn er – Richtung Schopfheim fahrend – die Sportanlagen passiert. Er und seine Frau würden sich "von den hellen und hohen Lichtern des Stadionbetriebs ungebührlich geblendet" fühlen, berichtet er der Badischen Zeitung. Erik Möller vom FC Steinen Höllstein, dessen Mannschaften im Wiesentalstadion trainieren, erklärt, es sei das erste Mal, dass er von einer Beschwerde über das abendliche Lichtaufkommen beim Trainingsbetrieb höre.

Das Ehepaar, das abends oft auf der B 317 unterwegs ist, hatte der Badischen Zeitung von seinen Unbehagen als Autofahrer über die Flutlichtbeleuchtung berichtet. Das Paar nimmt an, dass es außer ihnen auch weitere schon etwas in die Jahre gekommene Fahrer gebe, die sich von der Beleuchtung "signifikant gestört" fühlen könnten. Im Herbst sei es schlimmer als im Sommer, was das Ehepaar auf die geringere Lichtdämmung durch die fehlende Belaubung zurückführt.

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Auf die so empfundene Lichtbelästigung hat sich der besagte Fahrer auch bei der Gemeinde Steinen beschwert, wie Bauamtsleiter Dietmar Thurn berichtet. "Die Anlagen werden von uns regelmäßig überprüft", so Thurn. Dabei müsse man unter anderem auch darauf achten, dass das Spielfeld ordentlich ausgeleuchtet ist. Thurn weist auf die unterschiedlichen Empfindungen der Menschen hin: "Es kommt ja immer auch darauf an, wie der Einzelne das wahrnimmt." Die Verhältnisse im Wiesentalstadion sind folgende: Der FC verfügt über einen Rasentrainingsplatz und einen Hartplatz. Den Hartplatz mit Flutlicht an der Bundesstraße gibt es seit 1990. Seither sei der FC Steinen-Höllstein Pächter von der Gemeinde Steinen, erläutert Erik Möller, der beim FC Steinen-Höllstein Schriftführer ist und Mitglied des Teams sportliche Leitung. Der FC Steinen-Höllstein trainiere das ganze Jahr hindurch im Wiesentalstadion, in der dunklen Jahreszeit fünfmal pro Woche unter Flutlicht. Die Trainingszeiten liegen, so Möller, normalerweise zwischen 17 und 21.30 Uhr.

Und was die Lichtverhältnisse betrifft: Der Rasenplatz nutze die Beleuchtung der beiden angrenzenden Flutlichtmasten des Hartplatzes und zwei weitere Flutlichtmasten auf dem Rasenplatz. Hätte man, wie üblich, noch einen dritten, dann wäre der Platz heller und man könnte besser trainieren. "Bei 24 FC-Mannschaften d ist die Kapazität der Trainingsplätze eh schon arg begrenzt, besonders in der dunklen Jahreszeit."

Möller gibt zu bedenken, dass der Lichtstrom (gemessen in Lumen), die Beleuchtungsstärke (gemessen in Lux) und die Lichtstärke (gemessen in Candela) sehr gering eingestellt seien. Er weist in diesem Zusammenhang auf die Sportanlagen im Grütt in Lörrach hin, wo neueste Beleuchtungstechnik zum Einsatz komme und ein Teil der Plätze dort ebenfalls an der B 317 liege. Über die Flutlichtbeleuchtung der Sportanlagen am Grütt haben weder die Stadt Lörrach noch das Landratsamt Lörrach Beschwerden erhalten, wie Stephan Meier von der Stadt Lörrach, Fachbereich Straßen/Verkehr/Sicherheit, und Thorben Pahl von der Pressestelle des Landratsamtes Lörrach auf Nachfrage berichten.

Der Selbstversuch bei klarem Himmel am frühen Dienstagabend zeigt: Wirklich geblendet fühlte man sich nicht.

Autor: Susanne Filz