Rauchentwicklung

Großbrand am Straßburger Hafen – auch deutsche Retter im Einsatz

bz, dpa, Helmut Seller

Von BZ-Redaktion, dpa & Helmut Seller

Fr, 20. Juli 2018 um 07:58 Uhr

Straßburg

Ein Großbrand im Rheinhafen von Straßburg hat die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag über Stunden beschäftigt. Der Rauch war bis nach Offenburg zu sehen. Im Einsatz war auch ein Feuerlöschboot.

Bewohner im Grenzbereich waren angehalten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben der Polizei stand eine riesige Lagerhalle Firma Soprema in Flammen. Am Freitagmorgen konnte der Brand gelöscht werden. Nach Angaben der französischen Behörden gab es keine Verletzten.

Wie französische Regionalzeitung Dernières Nouvelles d'Alsace (DNA) berichtetet, gab es am Donnerstagabend eine Explosion auf dem Gelände der Firma für Abdichtung, Isolierung und Abdeckung, die direkt am Hafen liegt. Demnach breitete sich das Feuer auf einer Fläche von mehr als 3000 Quadratmetern aus. Sieben Angestellte sollen zum Zeitpunkt der Explosion in der Firma gewesen sein. Die Nachlöscharbeiten waren am Freitagmorgen noch in vollem Gange. Die Brandursache war zunächst unklar.

Beim Polizeipräsidium Offenburg hat der Brand zu einigen Meldungen besorgter Bürger geführt. Der erste Hinweis ging um 21. 58 Uhr ein. Der Anrufer hatte von der Bundesstraße 28 bei Kehl-Kork "ein riesiges Feuer" gemeldet. Es war laut dem Offenburger Polizeisprecher Patrick Bergmann aber schnell klar, dass der Brandherd auf der französischen Rheinseite liegt. Die Warnung, Fenster und Türen auch rechts des Rheins geschlossen zu halten, waren rein vorsorglich.

Auch deutsche Retter im Einsatz

Nach Angaben von Annette Lipowsky, Sprecherin der Stadt Kehl, waren zwölf Kräfte der Feuerwehr Kehl in dem gemeinsam mit Straßburg betriebenen Feuerlöschboot Europa 1 vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Das gemeinsame Abkommen sieht vor, dass die Kehler Wehr mit der Europa 1 Einsätze nachts und an den Wochenenden übernimmt, die Straßburger Wehr in der übrigen Zeit. Die Europa 1 ist auch in Straßburg stationiert.

In seiner Eigenschaft als stellvertretender Kreisbrandmeister war auch der Kehler Feuerwehrkommandant Viktor Lehr im Einsatz. Luft-Messungen entlang der Rhein-Kommunen zwischen Schwanau-Nonnenweier südlich von Straßburg sowie Kehl-Marlen gegenüber der Europastadt seien jedoch alle "negativ" verlaufen.